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Wolfgang Porsche, sprich mit dem Land!

Meiner Meinung nach sollte Porsche jetzt versuchen VW mit eigenen Waffen zu schlagen: mit der Politik, dem Staat.

Warum nicht den lieben Günter Oettinger anrufen und über eine Landeslösung sprechen, welche dafür sorgt, dass Porsche selbstständig bleiben und eventuell die Übernahme von VW abschließen kann mit einem Konzernsitz in Stuttgart?

Ich kann mir dafür verschiedene Szenarien vorstellen. Sei es durch konkrete Kredite vom Land oder über die Landesbank, sei es durch Bürgschaften oder sei es sogar durch eine Beteiligung des Landes mit stimmberechtigten Anteilen an der Porsche Holding SE.

In jedem Fall sollte durch eine Zusammenarbeit mit dem Land das Vertrauen der Banken zurückgewonnen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei der Bedeutung, welche Porsche für die Region hat, das Land hier ablehnen würde – der Landesbank wurden z.B. deutlich höhere Bürgschaften gewährt.

F.K. Piëch würde sich schwarz ärgern.

May 18th, 2009 at 10:32 by Martin Hiegl | 1 Comment
Posted in Recht und Wirtschaft · Tags: Baden-Württemberg, Porsche, VW

Volksporsche AG

Ich habe mich in den letzten Wochen zurückgehalten über Porsche, VW und Niedersachsen zu schreiben. Wenn ich aber lese, wie manche Journalisten das Land Niedersachen und Christian Wulff feiern, läuft es mir kalt den Rücken runter.

Da komme ich mir vor wie in Russland, wenn der Staat die Unternehmen führt und das Schicksal von jetzt zwei Unternehmen durch ein vermutlich europarechtswidriges Gesetz bestimmt. Bananenrepublik und Planwirtschaft sind da passende Stichwörter.

Tatsächlich ist aus meiner Sicht der Widerstand von Niedersachsen, ja die gezielte Sabotage der Übernahme von VW durch Porsche nicht zuletzt auch unterstützt von Ferdinand Piëch, der hauptsächliche Grund, warum es nun nicht geklappt hat und beide Unternehmen nun mit einer deutlich teureren Alternative kämpfen müsse. Durch den Zugriff auf die VW-Vermögen, hätte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden können – aber das hätte ja für Piëch und Wulff einen Machtverlust bedeutet. Zentrale des neuen Konzerns wäre ja in Stuttgart und nicht Wolfsburg und der Aufsichtsratsvorsitzende hieß Porsche und nicht Piëch.

Ob sie den jetzt wirklich abgewendet haben, bleibt fraglich. Die Fusion mit Unterstützung von einem Großinvestor könnte zuletzt nicht nur Machtverlust für die Porsche-Familie, sondern auch Machtverlust für Niedersachsen bedeuten.

Für die Unternehmen selbst und auch die Arbeitnehmer ist das nun wohl höchstens die zweitbeste Lösung – aber wer denkt schon an so etwas, wenn es um persönliche Macht geht.

Update: Christian “Ivan” Wulff versucht es ja nichtmal zu verstecken

Für den Ministerpräsidenten ist aber offenbar undenkbar, dass die neue Führungsgesellschaft ihren Sitz in der Porsche-Stadt Zuffenhausen hat.

May 7th, 2009 at 9:02 by Martin Hiegl | 4 Comments
Posted in Recht und Wirtschaft · Tags: Niedersachsen, Porsche, VW, Wulff

Kommentar zu Porsche und VW

Was ein Theater bei VW und in der Presse. Nachdem die Braunschweiger Zeitung (VW-nah) am Wochenende von Gegenwind für Wendelin Wiedeking sprach, sprangen andere Tageszeitungen auf. Die Stuttgarter Zeitung (Porscha-nah) schrieb dabei sehr zurückhaltend, während andere schon den Untergang Wiedekings proklamierten.

Letzteres ist natürlich Unsinn. Ich glaube es gibt nur wenige Vorstandvorsitzende in Deutschland, die so fest im Sattel sitzen wie DoubleDoubleJu, was ganz einfach mit dem Erfolg zusammenhängt, den er Porsche brachte und bringt. Man muss weder ihn noch sein Vorgehen mögen (wobei er an sich ein sympathischer Mensch zu sein scheint), aber der Erfolg gibt ihm recht und das wird er auch wieder, wenn die EU-Kommission das neue VW-Gesetz  kippt und VW nach dem Abschneiden diverser alter Zöpfe (vor allem auch in der Arbeitnehmervertretung) und dem Knüpfen reichlich neuer auch auf weiteren Erfolgskurs kommt. Das – und das muss man seltsamerweise heutzutage betonen – nutzt vor allem auch den Beschäftigten.

Das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer(vertretung) und Geschäftsführung/Vorstand bei Porsche ist nicht ohne Grund so gut. Deutlich vierstellige Sonderauszahlungen zusätzlich zu den 13,7 Monatsgehältern sprechen eine deutliche Sprache. Sowas kann aber natürlich nur bei entsprechendem Erfolg umgesetzt werden und der kam auch bei Porsche nicht ohne Veränderung. Genau vor dieser Veränderung haben offensichtlich viele in Wolfsburg Angst.

Liebe Bedenkenträger in Wolfsburg, anstatt Angst zu haben vor Machtverlust und Veränderungen, lasst euch auf das Abenteuer ein und arbeitet mit daran, dass es ein Erfolg wird. Ohne Veränderung gibt es keinen Fortschritt, sondern nur Stillstand. Die Übernahme durch Porsche sichert Arbeitsplätze auch ohne protektionistische Staatsintervention. Ich glaube an euren gemeinsamen Erfolg und wünsche euch den Mut ebenfalls daran zu glauben.

September 3rd, 2008 at 21:52 by Martin Hiegl | No Comments
Posted in Politik und Gesellschaft · Tags: Porsche, VW, Wiedeking

Porsche und VW – Na denn!

Viele Menschen, vor allem Gewerkschaftler, haben Bedenken wegen einer Übernahme des Volkswagenkonzerns durch die Porsche Holding. Um dem zu begegnen hat Porsche einiges an Aktionen durchgezogen, wie zum Beispiel ganzseitige Anzeigen in großen deutschen Tageszeitungen. Ganz besonders gelungen finde ich auch einen Imagefilm, welcher mit viel Humor den Zuschauer von der Sache überzeugen soll.
via Werbeblogger

November 25th, 2007 at 15:18 by Martin Hiegl | No Comments
Posted in Uncategorized · Tags: Film, Porsche, VW, Werbung, Wirtschaft