Samstag, 1. November 2008, Barstow – Los Angeles Als erstes nach dem Frühstück wollten wir endlich eine wirkliche Ghosttown besuchen – wir wurden enttäuscht. Tatsächlich wurde Calico einmal verlassen, aber der Kommerz ist zurückgekommen. Gegen den Eintritt von 6 USD hab ich nichts einzuwenden. Allerdings wurde die Stadt vollständig für den Tourismus ausgebaut. Quasi alle Häuser beinhalten irgendwelche Läden. Von Popkorn und Getränken bis zu den unvermeidlichen Souvernirs. Zu allem Überfluss war hier gestern abend eine Halloween-Party, so das alles noch geschmückt war. Wir sind nach einer kurzen Tour wieder abgezogen. Da wir nicht genügend T-Shirts mitgenommen hatten (bewusst), haben wir nochmal ein Outlet-Center besucht. Vor San Francisco werden wir wohl nochmal zu einem gehn, aber dann ist auch wirklich mal wieder genug mit Outlets. Bevor wir weiter nach Los Angeles fuhren, probierten wir noch ein anderes Fast-Food-Etablisement aus: Carl’s Jr. Ich muss sagen, abgesehen von dem Mt Withney (oder wie hieß das) Restaurant in Lone Pines, war das der beste Burger, den ich hier gegessen habe. Nach Los Angeles zu komen war richtig anstrengend. Ich musste mich noch nie hier so konzentrieren beim Autofahren. Die Stadtautobahnen sind aus meiner Sicht eher Fluch wie Segen. Das Historic Mayfair Hotel, welches wir gewählt haben, kann ich nicht wirklich weiterempfehlen, aber für die zwei Nächte ist das ok. Wir haben eine kurze Pause gemacht, bevor es Richtung Downtown weiterging. Dazu mussten wir nur die 7th, an welcher das Hotel liegt, entlanggehen und an der Grand Av sind wir dann Richtung Walt Disney Music Hall weiter. Spannende Architektur. Auch wenn ich nicht wirklich warm werde mit der Stadt, und das liegt nicht daran, dass wir zum ersten Mal einen quasi ausschließlich bewölkten Tag und sogar Regen hatten, gefällt mir die Skyline. Nachdem wir an der City Hall vorbei sind, war für mich natürlich auch die Cathedral of Our Lady of the Angels. Geniale Architektur mit wohl super Akkustik und viel untergebrachter Symbolik. Etwas ungewöhnlich fand ich das Mausoleum, in welchem zwar die meisten Plätze frei waren, aber einige auch reserviert mit Namen und Spruch drauf, so dass nur das Todesjahr gefehlt hat. Und das gab es nicht nur mit Geburtsjahr 1912 oder so, sondern auch mit 1965 und 66. Anschließend sind wir weiter zum Ursprung der Stadt – El Pueblo de Los Angeles. Dort wurde so etwas wie Totensonntag gefeieert, nur das es heute und morgen ist und mit vielen Totenköpfen hantiert wird. Durch die mexikanische Gasse (zumindest kam es mir so vor) gingen wir einmal drumherum und sind dann noch zur Union Station, wo wir uns was zu trinken und ich mir eine Wired geholt habe(n). Wir wollten auf dem Heimweg noch irgendwo was Essen gehen, aber da wir außer Fastfood nichts gefunden haben, sind wir plötzlich ohne Abendessen am Hotel gewesen. Naja, mit der Gurke und den Erdnüssen war es dann ein günstiger Abend.