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Die Gefahr des Atheismus

Bei manchen Menschen sorgen Äußerungen von katholischen Würdenträgern zu unreflektierten Beißreflexen. Nun hat der Bischof von Augsburg und Militärbischof der Deutschen Bundeswehr Mixa sich kritisch gegenüber Atheismus geäußert und damit diese Reflexe ausgelöst.

Unsere heutige Kultur in Deutschland inklusive der Aufklärung beruht auf dem christlichen Glauben und den christlichen Wertvorstellungen. Auch Kant, Herder, Lessing und wie sie alle hießen, waren davon beeinflusst. Tatsächlich ist unsere Vernunft, unsere Logik davon beeinflusst, sofern wir damit aufwuchsen – was ein großer Teil des geeinigten Deutschland nicht ist. Dass das Konsequenzen hat, habe ich schonmal in Bezug auf die Babymorde unterstellt. Nun hat Mixa genau dieses nochmal drastischer formuliert in seiner Osterpredigt ausgesprochen.

Manche meinen, es käme einer Beleidigung aller Atheisten gleich, praktizierten Atheismus als unmenschlich zu bezeichnen und in Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus und dem Kommunismus der Sowjetunion zu bringen. Ich sehe das nicht so. Dass der Mensch zu unglaublich Bösem fähig ist, sollte jedem bewusst sein. Das Christentum macht niemanden unfehlbar, aber der Glauben gibt härtere Grenzen, als es abstrakte Gesetze je könnten. Wenn man an den Mensch als Abbild Gottes glaube und damit menschliches Leben für einen heilig ist, dann ist das eine größere Hürde, als Artikel 1 des Grundgesetzes. Bei einem praktizierten Atheismus ist das menschliche Leben abstrakt und höchstens aus Arroganz auf einem höheren Level als anderes Leben. Mixa hat nicht gesagt, dass alle Atheisten tatsächlich Mörder sind (- bei den jetzt Schreienden sind sicher einige, die das mit Soldaten schon anders machten -) oder so etwas. Ich sehe praktizierten Atheismus ähnlich wie den Genuß von Alkohol – nicht jeder, der Alkohol trinkt, ist Alkoholiker, aber jeder, der Alkohol trinkt, setzt sich einer erhöhten Gefahr, einem größeren Risiko – und sei es noch so winzig – aus selbiges zu werden. Und deshalb zitiere ich hier Bischof Mixa leicht verändert:

 „Wo Gott geleugnet oder bekämpft wird, da [besteht erhöhte Gefahr, dass] bald auch der Mensch und seine Würde geleugnet und missachtet [wird]. Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden“

April 13th, 2009 at 22:37 by Martin Hiegl | 23 Comments
Posted in Politik und Gesellschaft · Tags: Atheismus, Christentum, Glaube, Mixa