Das Unternehmermensch
Nach meinem letzten Artikel über Nokias Werkschließung, will ich hier nochmal die Kritiker ansprechen. Ich frage mich, warum viele Menschen sich selbst unternehmerisch verhalten, es dann aber bei Unternehmen nicht akzeptieren können, wenn selbige sich unternehmerisch verhalten. Viele Bürger versuchen jedes Jahr erneut bei der Steuererklärung den Staat zu bescheißen oder zumindest besonders viel Steuerrückzahlungen herauszuschlagen. Auch sonst werden Leistungen, Subventionen, des Staates wie zum Beispiel Kindergeld als selbstverständlich angenommen. Beim Einkaufen wählt man zwischen Discounter, Handelskette und Fachgeschäft nach absolut unternehmerischen Gesichtspunkten, wie Preis, Qualität und damit auch Zweck. Das Hackfleisch für’s Chili holt man beim Discounter, für den Hackbraten vermutet man bei der Handelskette die bessere Qualität und wenn die Erbtante auch noch zu Besuch kommt, dann geht man halt doch zum Metzger um die Ecke. Zu selbigen geht man auch, wenn ein toller Sauerbraten eingelegt werden soll und man auf jeden Fall ein schönes Stück Fleisch haben möchte. Wenn die Packung Gummibärchen beim Lidl teurer ist als beim Edeka, kauft man sie bei letzterem. Die Beispiele sind zugegebenermaßen etwas konstruiert, aber ich denke, dass der Punkt ganz gut rüberkommt. Also nochmal die Frage: Warum?
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