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iTunes mit Amazon austricksen

Ich kaufe Musik. Dieses Statement für sich ist heute nicht mehr allzu selbstverständlich, aber ich gehöre tatsächlich zu denen, welche nicht Transmission anwerfen um an Musik zu kommen, sondern entweder iTunes öffnen oder einschlägige Webseiten wie amazon oder cdwow besuchen.

Für iTunes nutze ich vor allem Gutscheine (werden auch immer teurer), welche ich davor bei ebay ersteigert habe. So komme ich auf einen Preis von 30-50 Cent pro Song und das ist es mir auch wert – die 99 Cent oder gar die nun möglichen 1,29 Euro sind mir schlichtweg zu teuer.

Nun ist Apple ja nicht doof und nutzt bei kleineren Alben dann gerne die Möglichkeit den längsten Titel als “Nur mit Album” zu kennzeichnen, so dass man beim aktuellen Soundtrack zu Angels & Demons beispielsweise nur 8 Titel mit Gutscheinen kaufen kann.

Dieser Trick hat funktioniert, solange iTunes eine Quasi-Monopolstellung hatte. Inzwischen geht das nicht mehr. In diesem Fall habe ich zum Beispiel Titel Nummer 6 über Amazon MP3 gekauft – das gesamte Album hat mich so irgendwas zwischen 3 und 4 Euro gekostet.

May 20th, 2009 at 11:13 by Martin Hiegl | 1 Comment
Posted in Vermischtes · Tags: Amazon, iTunes, MP3, Musik

iTunes wird DRM-frei

Das ist ja erstmal eine gute Nachricht – endlich soll die Gängelung der Kunden ein Ende haben. Selbstverständlich kann man auch die DRM-verseuchten Songs, die man über die Jahre angesammelt hat, befreien. Aber das kostet Geld. Die meisten meiner iTunes-Songs habe ich über Gutscheine gekauft, so dass mich ein Song immer nur zwischen 30 und 60 Cent gekostet hat. Nun soll die Befreiung eines Songs nochmal 30 Cent kosten und die Befreiung eines Albums ganze 3 Euro. So bietet mir iTunes nun die Aktualisierung von insgesamt 528 Titen für 112,50 Euro. Haben die den Arsch offen? Wahrscheinlich sind das noch nicht mal alle! Ein Album, das ich erst letzte Woche gekauft habe, soll mich nun nochmal 3 Euro. Wenn man es neu kauft, kostet es den selben Preis wie letzte Woche. Ich erwarte eigentlich eine Aktualisierung zum Nulltarif oder höchstens mit einer geringen Aktuaisierungspauschale.

Letzendlich geb ich aber der Musikindustrie die Schuld. Die Labels haben in den letzten Monaten immer mehr den Druck erhöht, indem sie anderen Diensten DRM-freie Songs zur verfügung stellten. Nun musste Apple zum Schluß doch den Forderungen nach höheren Preisen für bestimmte Songs nachgeben um seinen Kunden ebenfalls den DRM-freien Shop anzubieten. Es mag zwar richtig sein, dass die meisten Songs günstiger werden, aber der Umsatz wird durch den Short Head natürlich ordentlich steigen. Mal schau’n, was aus meinen Gutscheinen wird.

Repeat after me: DRM is bad for the customer!

January 6th, 2009 at 19:44 by Martin Hiegl | 2 Comments
Posted in Recht und Wirtschaft · Tags: Apple, DRM, iTunes, Musikindustrie

Apples Film-Verleih in Gefahr

Beim Hymn-Project wurde eine Software mit dem Namen Requiem entwickelt, welche Apples DRM-gefesselten Audiodateien von ihren Fesseln befreit, ohne den Inhalt neuaufzunehmen oder ähnliches. Es wird einfach nur die DRM-Verschlüsselung angegriffen und entfernt. Und das funktioniert – bisher für MacOSX und mit leichten Code-Modifikationen wohl auch unter Linux.

Dies hat Apple dazu veranlasst für das vorläufige Ende des Projektes zu sorgen. Wer jetzt reflexartig anfängt zu schreien und zu fluchen, was für ein Sauladen Apple doch ist und dass sie Wasser (Anti-DRM) predigen und Wein (Pro-DRM) trinken würden, der liegt meines Erachtens voll daneben. Hier geht es nicht um die Entfernung des DRM von der iTunes-Musik. Es gibt etliche andere Software, die das teilweise sogar auf legale Art und Weise, vor allem durch Wiedergabe/Aufnahme-Konzepte auch erledigen. Hier geht es einerseits darum, dass direkt die Verschlüsselung angegriffen und entfernt wird, ohne dass der eigentliche Inhalt davon berührt ist. Andererseits aber und das ist noch viel wichtiger für Apple, ließe sich das Programm mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf andere iTunes-Inhalte ausweiten. Noch wird ausschließlich mit den m4p-Dateien gearbeitet, doch das muss ja nicht so bleiben.

Nun hat Apple für ihr DRM auch eine aus meiner Sicht anständige Anwendung gefunden: den Verleih von Filmen. Dieser Verleih ist ausschließlich per DRM steuerbar. Wenn der Schutz nun von den Filmen einfach entfernt werden kann, so istdas gesamte Geschäftsmodell passé. Da zahlen die Kunden wesentlich weniger und sollen den Film auch nur entsprechend beschränkt bekommen und können ihn sich aber voll herausholen.
Ich kann Apple hier sehr gut verstehen.

February 26th, 2008 at 22:34 by Martin Hiegl | No Comments
Posted in Uncategorized · Tags: Apple, DRM, iTunes, Verschlüsselung