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War die DDR ein Unrechtsstaat

Bodo Ramelow wird für Antworten in einem Interview mit der Südthüringer Zeitung kritisiert. Dabei wollte er zum einen die DDR nicht als Unrechtsstaat bezeichnen und zum anderen zweifelt er daran, dass es einen tatsächlichen Schießbefehl an der DDR-Grenze gab. Ich bin alles andere als ein Freund der Linken, oder wie auch immer die SED sich aktuell bezeichnet, aber tatsächlich würde ich ihn für diese Aussagen nicht kritisieren.

Ich bin überzeugt davon, dass es einen mindestens verbalen Schießbefehl gab, aber so lange keine Beweise gefunden wurden, muss akzeptiert und respektiert werden, dass es Menschen gibt, die das bezweifeln. An Indizien, wie den vielen Toten, darf gezweifelt werden, es sind keine Beweise.

Die DDR muss auch nicht in jedem Fall als Unrechtsstaat bezeichnet werden. Es gab auf der einen Seite Gesetze und es gab sogar Gesetze, welche im BGB nicht schlechter ausgesehen hätten. Dass der Staat auf der anderen Seite trotzdem kein Rechtsstaat in unserem Verständnis war und Unrecht geschah, macht Unrechtsstaat nicht zu einem existenten Wort. Es ist ein Neologismus, welcher der (vor allem populistischen) Klassifizierung dient und damit sicherlich in manchen Zusammenhängen nützlich ist, aber ebenso muss man akzeptieren, wenn manche ihn nicht verallgemeindernd auf die DDR anwenden möchten.

February 26th, 2009 at 23:23 by Martin Hiegl | 4 Comments
Posted in Politik und Gesellschaft · Tags: DDR, Interview, Ramelow

Sun sei grün in der IT

Der Geschäftsführer von SUN Microsystems in Deutschland, Thomas Schröder, sagte im Interview mit der Computerwoche:

Wenn jemand grün ist in der IT, dann sind das wir von Sun Microsystems.

Ich lass das jetzt einfach mal so stehen.

February 11th, 2009 at 15:02 by Martin Hiegl | 3 Comments
Posted in Vermischtes · Tags: computerwoche, GreenIT, Interview, Sun, Zitat

Die kognitive Dissonanz der Blog-Leser

Als ich die länge des Podcastes sah, den Roland mit Robert und J.Martin aufgenommen hat, wollte ich zuerst abbrechen. Doch da ich Roland vor anderthalb Jahren in Hamburg als sehr interessanten Menschen kennen und sofort schätzen gelernt habe und auch Robert immer gern lese und höre obwohl ich öfters anderer Meinung bin, habe ich mir es anders überlegt. Zum Glück – ich bin schon lange keiner so interessanten Diskussion gefolgt.

Zwar hat Robert schon in anderen Interviews und in seinem Blog deutlich gesagt, warum er basicthinking verkauft, doch dieses Gesprächs-Format bietet natürlich deutlich mehr Tiefe und durch den Diskurs auch vielleicht die Möglichkeit die Beweggründe besser zu verstehen. Nach Hören des Gesprächs scheint mir die Langweile mit der eingespielten Situation, das reine “Managen” des Blogs zumindest unterbewusst nicht (allein) der Kern gewesen zu sein – aber das ist natürlich auch nur meine Interpretation. In der zweiten Hälfte geht es dann mehr in eine Diskussion über Twitter über, die nicht weniger interessant ist. Im Folgenden werde ich meine Gedanken und Kommentare zu dem Kernpunkt des Gespräches geben, wie ich ihn empfunden habe:

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January 8th, 2009 at 23:50 by Martin Hiegl | 1 Comment
Posted in Netzwelt und Kultur · Tags: basicthinking, Interview, kognitive Dissonanz, Kommentar, Robert Basic, Werbeblogger