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Buchempfehlung: Stephen King – Puls

Zum Geburtstag habe ich den Roman Puls (8ung mit Spoiler) von Stephen King geschenkt bekommen. Seit dem hatte ich leider keine Zeit zum Lesen. Gestern hat mich jedoch so ein Magen-Darm-Dingens, was hier grad rumgeht, erwischt und ich verbrachte den Tag in der Horizontalen. Das gab mir reichlich Zeit um endlich mit dem Buch anzufangen (und es auch zu Ende zu bringen). Ich habe in meiner frühen Jugend mal ein, zwei Bücher von Stephen King gelesen und sie haben mir absolut nicht gefallen. Aber ich wusste, dass es definitiv gute Bücher von ihm gibt und habe mich dann möglichst unvoreingenommen auf die Lektüre eingelassen. Um es gleich vorwegzunehmen: das Buch ist super!
Zum Anfang der Story geht ein Puls durch (vermutlich) alle Handynetze und macht die Telefonierenden verrückt. Der Hauptcharakter, Clay, hat glücklicherweise kein Handy, befindet sich aber in Boston und damit 160 Meilen von seinem Sohn in Kent Pond, welcher eines hat, entfernt. Der rote Faden durch das Buch ist dann die Clays Suche nach seinem Sohn.
Der Spannungsbogen wird äußerst schnell aufgebaut und schon auf der siebten Seite geht es richtig zur Sache. Das bleibt bis auf wenige Längen dann so, bis der Roman auf den letzten paar Seiten noch sauber ausklingt. Besonders gefallen haben mir die zahlreichen Referenzen auf Aktuelles aus quasi allen Bereichen und neben dem ganzen (teilweise sehr brutalen, ja grausamen) Gruselszenen, schreibt Stephen King hier mit sehr viel Humor und Witz. Ich gehe davon aus, dass bei der Übersetzung auch einiges davon leider verloren ging. Der Detailierungsgrad in allen Beschreibungen (Charaktere, Umgebung, SItuationen, …) ist anscheinend typisch für ihn und hinterlässt bei mir einen sehr positiven Eindruck.
Das Buch kann man als durchaus gelungene Kritik an der entstandenen und sich weiter verschlimmernden Handyunkultur verstehen. So lässt King den Hauptcharakter auf den ersten Seiten eine Frau beobachten, welche mit ihrem Handy telefoniert während sie an einem Eiswagen ein Eis kauft, und äußert seine Kritik in einem Nebensatzgedanken dazu:

Clay dachte, [...] dass er Zeuge wurde, wie ein Benehmen, das früher als grob unhöflich gegolten hätte [...], doch allmählich zu einem Teil des allgmein akzeptierten Verhaltenskodex wurde.

Dieser Tenor schwingt im gesamten Buchverlauf mit.
Schon während dem Lesen, dachte ich mir, dass das Buch sehr gut verfilmt werden könnte und sicher ein Erfolg werden würde. Und tatsächlich soll es auch verfilmt werden – ich bin gespannt.
Eine gute Kritik des Buches gibt es auch bei Echolog.

December 1st, 2007 at 20:02 by Martin Hiegl | 1 Comment
Posted in Uncategorized · Tags: Buch, Handy, Kritik, Puls, Stephen King