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Ratte bei Porsche/VW

Es überrascht mich jeden Tag erneut, wenn ich wieder über angebliche Internas von Porsche aus der Zeitung/den Medien erfahre. Irgendwo ist da doch ein Maulwurf, der interne, oftmals geheime Informationen scheinbar vor allem an die Süddeutsche weitergibt. In wie weit diese Informationen korrekt und vor allem ungefärbt sind, steht dabei natürlich auf einem anderen Blatt, so dass die Medien allesamt im Konjunktiv berichten. Sorry, aber liebe Süddeutsche und liebe anderen Medien, die sich anschließend auf selbige beziehen: wenn ihr keine Ahnung habt – einfach mal Fresse halten. Entweder ihr kommt mit belegten Fakten und berichtet entsprechend indikativ oder ihr berichtet gar nicht drüber. So einfach ist das.

Aber wer ist die Ratte? Die Frage ist doch Cui bono? und da die Informationen quasi alle gegen Wiedeking und Porsche ausgerichtet sind, fallen mir spontan 5 Buchstaben mit 3 Punkten ein. Ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass so jemand zu solch niederen und natürlich rechtswidrigen Mitteln greift – auf der anderen Seite geht es um Macht und Menschen haben schon vieles für Macht getan. Das dabei viele Arbeitsplätze, ja das Wohl mehrerer Unternehmen auf dem Spiel steht, ist dann ja auch zweitrangig.

June 20th, 2009 at 23:32 by Martin Hiegl | 1 Comment
Posted in Politik und Gesellschaft, Recht und Wirtschaft ·

Kein Opfer

Schon lange kein solchen Bullshit mehr gelesen, wie der aktuelle Versuch bei Spiegel meine Generation zu Opfern des Zeitalters zu stilisieren.

[…]Krisenkinder aus der Generation der 20- bis 35-Jährigen[…]

Geprägt wurden die jungen Deutschen durch die Anschläge vom 11. September 2001 und durch die Weltwirtschaftskrise. Was sie am stärksten verbindet, ist ein Gefühl der Unsicherheit. Sie leben in instabilen Verhältnissen, oft prekär – zwischen Terror-Angst und Traineeprogramm, Assessment Center und Arbeitsamt. […] Die 20- bis 35-Jährigen, sie sind Krisenkinder.

Der 11. September hat die Welt verändert, prägt und verunsichert mich aber nicht. Die Weltwirtschaftskrise interessiert mich, prägt und verunsichert mich aber nicht. Die Krisen der Welt werden von mir aufmerksam verfolgt, prägen und verunsichern mich aber nicht.

Ich bin privat und beruflich erfolgreich und das nicht befristet, ohne Unsicherheit.

Ich bin kein Krisenkind.

June 17th, 2009 at 11:54 by Martin Hiegl | 6 Comments
Posted in Leben und Blog · Tags: Generation, Ich, Spiegel

Man kann nicht nicht wählen!

Cem schreibt über die Legitimation der gewählten Vertreter von Deutschland im Europäischen Parlament. Ich kann seine Argumentation nur zu geringen Teilen nachvollziehen:

Nichtwähler: Auch wenn tatsächlich nur die Hälfte der Wahlberechtigten wählen, so haben sie alle die Möglichkeit dazu bekommen. Damit haben sie auch eine Wahl getroffen: die Wahl nicht zu wählen. Das kann man sich vorstellen wie bei einem Wahlzwang, wo entweder die Hälfte ihre Stimme ungültig abgibt oder aber einen Posten “Keine” ankreuzt, sofern es diesen gibt. Und genauso wird ihre Stimme auch hier gezählt – die Verteilung ergibt sich aus dem Anteil der Stimmen an den gültigen Stimmabgaben.

Die Alternative wäre die Hälfte der Sitze leer zu lassen. Das hätte, bezogen auf das Land, genau den selben Effekt bei der Stimmverteilung, da die leeren Sitze bei einer Entscheidung im Parlament sich ja auch “enthalten” würden. Somit repräsentieren die 99 Abgeordneten tatsächlich den Willen der Wahlberechtigten. Bezogen auf ganz Europa würden Länder mit geringerer Wahlbeteiligung stark benachteiligt – Slowenien hätte so gut wie keine Stimme mehr in Europa. Das wäre wirklich nicht mehr demokratisch.

5%-Hürde: Diese Hürde ist eine Regelung, die auf den ersten Blick antidemokratisch aussieht und bei näherer Betrachtung aber selbige unterstützt. Demokratie bedeutet die Staatsgewalt durch das Volk. Das heißt aber nicht nur, dass das Volk in einer repräsentativen Demokratie frei wählen kann, sondern dass es auch das Recht darauf hat durch die gewählten Vertreter regiert wird. Nun gilt es in der Steuerung der Demokratie diese beiden Punkte unter einen Hut zu bringen und dabei hat sich historisch gezeigt, dass ohne Hürde schnell Regierungsunfähigkeit droht. Beispiele sind hier Israel und Italien, wo inzwischen (1994 das erste Mal) entsprechend reformiert wurde.

Das Fazit daraus ist für mich, dass die 5%-Hürde der Demokratie mehr dient, als keine Hürde und Nichtwähler eigentlich ein Oxymoron ist. Frei nach Paul Watzlawick: man kann nicht nicht wählen.

June 7th, 2009 at 21:56 by Martin Hiegl | 2 Comments
Posted in Politik und Gesellschaft · Tags: Demokratie, Europawahl, Wahlbeteiligung

Neuer Fernseher: Philips 37PFL9604

Vor zwei Wochen war es endlich soweit – der EP Händler meines Vertrauens hatte den Fernseher meines Verlangens im Lager: Philips 37PFL9604.

Die neueste Generation der Philips-Fernseher wartet mit jeder Menge Features auf, die ich an dieser Stelle aber liebe nur verlinke als aufzähle. Es ist inzwischen fast auch nicht mehr möglich als Basis für die Kaufentscheidung die ganze Palette durchzugehen und zu vergleichen – inklusiver der ganzen proprietären Techniken und herstellerindividuellen Bezeichnungen. Nachdem ich also entschieden habe, was mir wichtig ist, ging es vor allem um den Bauch.

Der Philips kann laut Händler mit einem sehr guten Service aufwarten. Da muss ich mich erst mal auf die Aussage verlassen – hoffentlich werde ich den nicht so schnell benötigen. Besonders überzeugend war aber die Wertigkeit des Fernsehers. Das fängt schon an, wenn man die schwere und sinnvoll aufgebaute Fernbedienung in die Hand nimmt. Wow!

Weiter geht es mit der Optik des Fernsehers selbst. Ob er nun "schön" ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, dass er aber hochwertig wirkt, kann wohl niemand bestreiten. Wenn man daneben die Geräte sieht, welche mit der billig wirkenden Klavierlack-Optik arbeiten, wie es heute so viele Bildschirme oder auch NEC mit seiner SX-9 tun, dann läuft einem der kalte Schauer den Rücken runter.

Aktuell haben die Systeme anscheinend noch einen Bug beim integrierten Kabel-Tuner. Bei mehr als 600nochetwas Programmen speichert er sie nicht ab und man muss jedes Mal beim Anmachen neu suchen – da soll aber laut Händler bald ein Softwareupgrade kommen (bzw. gab es vorgestern eine neue Firmware – keine Ahnung, ob das damit behoben wurde). Da ich einen HD-SAT-Receiver nutze, stellt das für mich kein Problem dar.

An’s Ambilight gewöhnt man sich sofort – ja, nach ein paar Minuten will man es nicht mehr missen und das Fehlen fällt bei anderen Fernsehern sofort unangenehm auf.

June 7th, 2009 at 18:53 by Martin Hiegl | 3 Comments
Posted in Leben und Blog · Tags: Fernseher, Philips

Heute habt ihr die Wahl!

Nutzt sie auch! Meine Wahlempfehlung ist schwarz-gelb – aber auch wenn ihr andersfarbig denkt – geht zur Wahl.

June 7th, 2009 at 9:08 by Martin Hiegl | 2 Comments
Posted in Politik und Gesellschaft · Tags: Europawahl, Kommunalwahl, Regionalwahl

iTunes mit Amazon austricksen

Ich kaufe Musik. Dieses Statement für sich ist heute nicht mehr allzu selbstverständlich, aber ich gehöre tatsächlich zu denen, welche nicht Transmission anwerfen um an Musik zu kommen, sondern entweder iTunes öffnen oder einschlägige Webseiten wie amazon oder cdwow besuchen.

Für iTunes nutze ich vor allem Gutscheine (werden auch immer teurer), welche ich davor bei ebay ersteigert habe. So komme ich auf einen Preis von 30-50 Cent pro Song und das ist es mir auch wert – die 99 Cent oder gar die nun möglichen 1,29 Euro sind mir schlichtweg zu teuer.

Nun ist Apple ja nicht doof und nutzt bei kleineren Alben dann gerne die Möglichkeit den längsten Titel als “Nur mit Album” zu kennzeichnen, so dass man beim aktuellen Soundtrack zu Angels & Demons beispielsweise nur 8 Titel mit Gutscheinen kaufen kann.

Dieser Trick hat funktioniert, solange iTunes eine Quasi-Monopolstellung hatte. Inzwischen geht das nicht mehr. In diesem Fall habe ich zum Beispiel Titel Nummer 6 über Amazon MP3 gekauft – das gesamte Album hat mich so irgendwas zwischen 3 und 4 Euro gekostet.

May 20th, 2009 at 11:13 by Martin Hiegl | 1 Comment
Posted in Vermischtes · Tags: Amazon, iTunes, MP3, Musik

Die Chance auf Glück

Gestern schrieb ich in meinem Kommentar zur neuesten Armutsstudie

Letztendlich ist es richtig vom Staat gewisse Rahmenbedingungen zu fordern, welche eine möglichst große Chancengleichheit erzeugen.

Die Problematik dahinter ist nicht, wie jetzt viele wohl sagen würden, die Gleichheit, sondern die Chance. Die Chance auf was genau soll denn für alle gleich sein? Die Chance auf Reichtum etwa? Oder die Chance auf einen Arbeitsplatz? Oder auch die Chance auf einen Partner?

Die selben Gedanken haben sich vor mir schon deutlich cleverere Menschen, wie zum Beispiel John Locke oder George Mason. Thomas Jefferson schließlich hat es in der Declaration of Independence so niedergeschrieben, wie man es heute überall in der modernen Welt kennt:

Life, Liberty and the pursuit of Happiness

Der Staat kann und soll nicht dafür sorgen, dass du die Chance auf den selben Leben(ver)lauf wie dein Nachbar oder sonst ein Bürger hast. Der Staat kann und muss aber dafür sorgen, dass du die gleiche Chance hast in Freiheit zu leben und nach Glück zu streben.

Glück ist nicht von Reichtum oder Bildung abhängig. Für dein Glück bist auch weiter selbstverantwortlich, aber der Staat gibt dir die gleiche Chance dieses Ziel zu verfolgen, wie jedem anderen Bürger hier. Das bedeutet für mich Chancengleichheit.

May 19th, 2009 at 15:01 by Martin Hiegl | 4 Comments
Posted in Vermischtes · Tags: Chancengleichheit, Gedanken

Portrait am Laboe Ehrenmal



Peter I, originally uploaded by mwhiegl.

Das bin nicht ich ;-)

May 18th, 2009 at 22:33 by Martin Hiegl | 1 Comment
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Ost-Arm und Süd-Reich – Deutschlands Vielfalt

In der aktuellen Armutsstudie vom Paritätischen Gesamtverband ist Deutschland dreigeteilt: ein reicher Süden, ein ärmerer Nordwesten und ein verarmter (Nord-)Osten. Mit viel Dramatik wird von einem “zerrissenen” Deutschland gesprochen und einer “Verödung ganzer Landstriche”. Mir mag es als Bewohner des reichen Südens besonders leicht fallen da zu fragen: “Ja und?”

Warum soll es allen in Deutschland gleich gehen, ja warum soll es überall in Deutschland gleich viel/wenig Armut geben und warum sollen Gegenden ohne Arbeit nicht “veröden”?

Es sind nicht alle Bürger gleich, es sind nicht alle Regionen gleich – weder historisch (Kriegsschäden, DDR, Erfinder, …), noch naturgegeben (Kohle, Meer, blühende Landschaften, …) – und es sind auch nicht alle Bundesländer in unserer föderalen Struktur gleich. Es ist auch nicht möglich alle Komponenten hier zu egalisieren – wieder: warum sollte man es auch versuchen?

Ich trete nicht nur bei Hautfarben, Sexualität, Religion und anderen klassischen Diskriminierungsmerkmalen für Diversität ein, sondern auch hier.

Nun können Kinder natürlich nichts dafür in welche Gegend, in welche Familien sie geboren werden – weder bei den Armen noch bei den Reichen. Geburt ist eine Lotterie und wird es immer bleiben.

Der Staat kann ebensowenig etwas dafür, dass nicht jeder Tag mit einer grünen Wiese beginnt, sondern Strukturen gewachsen sind. Soll der Staat einen Daimler nach Brandenburg zwangsumsiedeln, einen BMW nach Mecklenburg? Der Hamburger Hafen lässt sich ebensowenig umsiedeln, wie die schwäbische Fleiß-Kultur.

Letztendlich ist es richtig vom Staat gewisse Rahmenbedingungen zu fordern, welche eine möglichst große Chancengleichheit erzeugen – durch Kindergarten, Schulen, Bibliotheken, freie Wohnsitz- und Arbeitsplatzwahl und unzähliges mehr.

Trotzdem bleiben Bereiche, in welche der Staat sich nicht einmischen kann, darf und auch nicht soll. Wenn Bildung in einer Familie verpönt ist, ist es nicht Aufgabe des Staates der Familie die Kinder wegzunehmen und in Aufzuchtzentren zu gebildeten Bürgern großzuziehen, welchen es besser gehen kann, als ihren Eltern. Dann spielt auch die Veranlagung der Kinder eine untergeordnete Rolle – doch allein die sorgt schon dafür, dass nicht alle gleich sein können.

Zusammenfassend finde ich es nicht verwerflich, wenn es ein regionales Armutsgefälle gibt und halte es für sinnvoll, wenn der Staat seine Investitionen auf Gegenden mit entsprechendem Potential (d.h. aber auch noch nicht realisiertem Erfolg) konzentriert anstatt mit dem Zerstäuber überall nur für etwas feuchtere Luft zu sorgen. Das Bundesgebiet muss nicht zwingenderweise in jedem Winkel bewohnt sein, oder?

May 18th, 2009 at 15:37 by Martin Hiegl | 3 Comments
Posted in Politik und Gesellschaft · Tags: Armut, Deutschland, Studie

Wolfgang Porsche, sprich mit dem Land!

Meiner Meinung nach sollte Porsche jetzt versuchen VW mit eigenen Waffen zu schlagen: mit der Politik, dem Staat.

Warum nicht den lieben Günter Oettinger anrufen und über eine Landeslösung sprechen, welche dafür sorgt, dass Porsche selbstständig bleiben und eventuell die Übernahme von VW abschließen kann mit einem Konzernsitz in Stuttgart?

Ich kann mir dafür verschiedene Szenarien vorstellen. Sei es durch konkrete Kredite vom Land oder über die Landesbank, sei es durch Bürgschaften oder sei es sogar durch eine Beteiligung des Landes mit stimmberechtigten Anteilen an der Porsche Holding SE.

In jedem Fall sollte durch eine Zusammenarbeit mit dem Land das Vertrauen der Banken zurückgewonnen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei der Bedeutung, welche Porsche für die Region hat, das Land hier ablehnen würde – der Landesbank wurden z.B. deutlich höhere Bürgschaften gewährt.

F.K. Piëch würde sich schwarz ärgern.

May 18th, 2009 at 10:32 by Martin Hiegl | 1 Comment
Posted in Recht und Wirtschaft · Tags: Baden-Württemberg, Porsche, VW

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