Nachdem wir quasi alle Höhepunkte des Yellowstone NP angeschaut und dabei im dreistelligen Bereich Meilen zurückgelegt haben, war für heute als krönender Abschluss eine etwas größere Wanderung geplant.
So sind wir um halb neun bei 6 [ich glaub das iPad hat keinen Grad-Kringel] C und strahlendem Sonnenschein am Fuße des Bunsen Peak losgewandert. Fun Fact: der Berg wurde nach dem deutschen Erfinder des gleichnamigen Brenners – Robert Bunsen – benannt. Der Chemiker war auch ein führender Kopf bezüglich vulkanischer Geysire.
Am Trailstart war ein Zettel angebracht, dass vor einer Bärin mit 4 Cubs gewarnt wird und für die Sicherheit der Wandere nicht garantiert werden könne. Um so aufmerksamer sind wir die steilen Serpentinen hoch. Begegnet sind die 5 uns aber nicht, stattdessen sind uns zwei mal Felsengebirgshühner (das gibt es wirklich und schmeckt vermutlich nach … Chicken) aus dem Weg gehopst.
Bis zum Gipfel waren es etwas über zwei Meilen und über 1.200 Höhenfuß. Das war heftig, aber wenn man immer einen Schritt nach den anderen setzt, ist man plötzlich oben. Dort war eine verrostete Blechkiste mit allen möglichen Zetteln und anderen Hinterlassenschaften von anderen Wanderern. Wir haben uns auch noch in ein Büchlein verewigt, bevor wir nach kurzer Vesperpause “hinten rum” wieder runter sind.
Der Rest war sozusagen hau (hiking as usual) bis vielleicht auf die vielen toten Bäume im Weg und das wuchernde Gebüsch, welches in mir den Wunsch nach einer Machete schürte.
Um dreiviertel zwei waren wir wieder zurück beim Auto und haben uns erstmal einen Platz zum Mittagessen gesucht. Außerdem stand als letztes offenes Item die lower Terrace der Mammoth Hot Springs auf dem Programm.
Dort wird man gleich davon überrascht, dass es die Quellen auf den Postkarten gar nicht mehr gibt. Die meisten ruhen oder sind vesiegt. Dafür hat das Wasser sich an anderen Stellen einen Weg gesucht, so dass es zwei neue Quellen noch ohne Namen gibt. Insgesamt ist diese Natuererscheinung mit Tropfsteinhöhlen vergleichbar. Durch die Mineral- und Kalkablagerungen entstehen tolle Formen und eben … Terrassen.
Eine letzte Nacht im Mammoth Hotel, für dessen Qualität sich jede deutsche Jugendherberge schämen würde, und es geht wieder zurück in die vernetzte Zivilisation.
Hui war das ein stürmischer Tag im Yellowstone NP. Obwohl die Sonne kräftig schien, hatten wir die meiste Zeit unsere Fleece-Jacken an.
Heute war das Norris Geyser Basin mit seiner großen Ansammlung an Quellen und vor allem Geysiren der Ausgangspunkt unserer Tour. Dort führt ein ca 2-Meilen-Rundgang an etlichen stinkenden, blubbernden, zischenden, spritzenden und dampfenden Löchern vorbei. Tatsächlich versammeln sich über die Hälfte der weltweit bekannten Geysiere anscheinend hier im Yellowstone NP. Toll sind besonders die schillernden Farben hervorgufen durch Mineralien und Bakterien.
Viecher-related war das heute ein speziell schwarzbäriger und bisoniger Tag. Drei mal sorgten Schwarzbären für Stau. Einmal war sogar ein Junges dabei. Als so ein Idiot nicht auf der Straße bleiben und aus relativer Ferne beobachten wollte, sondern unbedingt dem Bär entgegen gehen musste, hat der seinem Jungen signalisiert weiter weg in den Wald zu rennen ist selbst mit Drohgebärden dem Idiot entgegen. Leider ist der dann wieder zurück – in dem Moment hätte ich mich über ein paar darwinistische Metzelbilder gefreut.
Über den Virginia Cascade Drive sind wir weiter Richtung Yellowstone Lake und haben bei den Mud Pots halt gemacht. Da fing es mit den Bisons an. Als wir den Loop in empfohlener Richtung laufen wollten, hat eines nach ner viertel Meile den Weg verstellt. Also sind wir andersrum und als wir sozusagen von hinten an die Stelle kamen, war es inzwischen auf der Wiese direkt daneben am grasen. Auch zwei weitere Bisons hatten es sich rund um die warmen Schlammtöpfe bequem gemacht.
Nur wenig später hat uns eines beim Mittagessen überrascht. Die Sandwiches waren gemacht und halber gegessen, als es mitten durch den Piknik-Platz flanierte. Eigentlich schienen wir ihm ziemlich egal zu sein, wir retteten uns trotzdem ins Auto und konnten beobachten, wie es sich genüsslich am Piknik-Tisch-Bank-Konstrukt ein paar Meter weiter rieb.
Dann hörte es gar nicht mehr auf mit Bisons am Straßenrand oder zumindest in Sichtferne. Das sorgte bei uns natürlich für eine Art Sättigungseffekt, aber es gab noch genug andere Besucher um fast jedes Mal einen kurzen Zwangsstopp zu produzieren. Neu für uns waren Wildgänse und ein Pelikan. Und nachdem wir heute definitiv noch einen Koyoten hatten, sind wir uns nicht mehr ganz sicher was diese Viecher gestern wirklich waren.
Der Lake ist sehr groß. Bei der Mary Bay wollten wir einen kurzen Loop am Pelican Creek wandern. Das wurde dieses Mal nicht von Bisons unterbunden, sondern weil der Hochweg im Sumpf plötzlich einfach aufhörte – vermutlich durch einen Sturm zerstört. Auf der anderen Seite des Sees bot sich beim Gull Point ein toller Ausblick. Aber auch hier pfiff uns der Wind kräftig um die Ohren und zusätzlich holten wir uns Steinsand ihn die Schuhe, so dass wir nicht besonders lange blieben.
Unsere Tour schlossen wir dann mit der Upper Terrace der Mammoth Hot Springs in unmittelbarer Nähe unseres Hotels ab.
Gratulation an Spanien und auch an unser Team zum dritten Platz. Ja, ich habe die Nachrichtensperre nicht mehr ausgehalten und heute morgen eine USA Today gekauft um zu erfahren, wie die Weltmeisterschaft ausging.
Der Yellowstone NP hat soviel zu bieten, dass Jule einen Plan für unsere vier Tage ausgearbeitet hat. Heute waren die Wasserfälle und der Grand Canyon des NP zentrales Thema. Unplanbar hat sich außerdem die Tierwelt in unsere Tour geschummelt.
Los ging es mit einem Rudel Präriehunde beim Blacktail Plateau Drive – aber die sind hier sowieso allgegenwärtig, wenn nicht wuselnd auf den Wiesen, dann als plattes Fellbüschel auf den Straßen. Genauso wie sich hier überall Elks herumtreiben – die hab ich aber zum Glück bisher noch nicht auf der Straße gesehen.
Anschließend ist uns auf dem Weg zum Petrified Tree ein Schwarzbär begegnet. Der Baum ist eher langweilig, nur die Vorstellung, dass vor millionen Jahre hier so Bäume standen und von einem Vulkanausbruch versteinert wurden, berührt mich.
Auf der Suche nach dem Trailhead zum Fossil Forest grasten dann ganze Büffelherden am Straßenrand. Ok, die jeweils ca 50 Tiere müssten im Vegleich zu den Herden, wie es sie hier mal gegeben hat, eigentlich als kleines Grüppchen bezeichnet werden. Den (nicht gekennzeichneten/angeschriebenden) Trailhead fanden wir leider nicht mehr.
Dafür beobachteten wir einen Koyoten, wie er wohl einen Präriehund vernaschte. Beim Fotobeweis auf dem iPad heute abend, stellte sich heraus, dass es ein Wolf war bzw. zwei denn es saß noch einer direkt dahinter.
Anschließend sind wir weiter Richtung Canyon Village, wo uns der erste Grizzly über den Weg (naja, nicht direkt) lief. Um genau zu sein, waren es drei – eine Mutti mit zwei Jungen. Unser mitgebrachtes Fernglas war mal wieder Gold wert. Mein Tele (SAL70300G) hat sich inzwischen auch zum Immerdrauf gemausert. Den zweiten bzw. vierten sahen wir dann abends auf dem Heimweg – ein ordentlich großes Männchen. Beidesmal waren Ranger in der Nähe um sowohl für die Sicherheit der Besucher als auch der Tiere zu sorgen.
Im Canyon haben wir den Lower und Upper Fall angeschaut – jeweils von allen Seiten mit heftigen Trails zum Fuß der Fälle (Lower Falls South Rim: 328 Stufen; North Rim: 600m Länge bei 200m Höhe). Auch sonst bietet der Canyon tolle Ansichten. Seine Hänge sind durch die Mineralien in den unterschiedlichsten Farben gefärbt.
Den Abschluss bildete ein Besuch der Artist Paintpots, blubbernde Schmadderquellen, die Jule angegriffen haben, während sie die Blobs filmte. Sehenswert und ein entspanntes Ende für einen anstrengenden Tag.
Die nächsten 4,5 Tage inklusive heute stehen ganz im Zeichen des Yellowstone National Parks. Dieser schließt im Norden quasi an den Grand Teton NP an, so dass wir heute morgen einfach weiterfahren konnten und das Navi wieder im Koffer blieb.
Als langsamen Start suchten wir uns den Lewis Lake mit kurzem Stopp aus, bevor es beim West Thumb schon voll in die Welt der Springs, Geysiers und Pots ging. Dort bietet ein Rundgang die Besichtigung von vielen hydrothermalen Quellen.
Der Höhepunkt dieser Naturerscheinungen ist ein paar Meilen weiter Old Faithful. Wie Murphy’s (oder war es Moore’s
) Law vorschreibt kamen wir natürlich genau dann an, als der Ausbruch gerade fertig war. Langweilig wurde uns deshalb aber nicht, da um den alten Spritzer etliche andere Quellen blubbern. Auch hier führt ein – deutlich längerer – Rundgang zu den meisten dieser Erzeuger heißer Luft und heißen Wassers. Zum Schluß mussten wir uns ziemlich beeilen um anderthalb Stunden späte rechtzeitig zum nächsten Ausbruch des Old Faithful zu kommen – dachten wir. Er hat uns dann doch noch 20 Minuten warten lassen.
Da unsere Hotel am anderen Ende des Parks liegt, konnten wir die Gelegenheit nutzen auf der Fahrt nach oben bei jed Möglichkeit zu halten und weitere Quellen, Wasserfälle oder auch einfach die Landschaft zu bewunden. An Tieren sind uns heute Elks, Bisons und ein Fuchs mit totem Nager im Maul begegnet.
Das Hotel ist eher eine Absteige – erneut ohne Fernsehen und ohne Internet, so dass ich weiterhin nicht weiß, ob wir wenigstens dritter geworden sind und ihr das frühestens am 16. lesen werdet. Einen Premiumpreis verlangen sie natürlich trotzdem dafür, dass sie innerhalb der Parkgrenzen sind. Da hätte sich vermutlich die halbe Stunde mehr nach Gardiner gelohnt.
Das Frühstück haben wir uns heute morgen gespart und sind statt dessen bereits um 8 auf die Straße. Dass wir zu spät kommen, wie im Rockies NP, sollte uns hier nicht noch mal passieren.
Über Jackson und Teton Village sind wir in den Grand Teton National Park eingefahren. Fun Fact: Teton ist wirklich das französische Teton, also die deutsche Titte. Französischen Trappern fehlte der Sex so sehr, dass sie glaubten in den Bergspitzen Brüste zu erkennen. Über weitere Details will ich glaub gar nichts wissen.
Erster Halt für uns war der Death Canyon Trailhead, von dem ein ca 1M-Trail zu einem Ausblick auf den Phelps-See führt. Nicht nur der Ausblick war toll, unterwegs durften wir ein Eichhörnchen beim Nuss knabbern beobachten und fotografieren.
Auf dem Weg weiter Richtung Jenny Lake erlebten wir unserren ersten Moose-Stau. Ein Elch mit gewaltigem Geweih stand nahe der Straße einfach in der Gegend rum, was zur Folge hatte, dass alle Besucher natürlich hielten um zu beobachten und zu fotografieren. Ein Ranger sorgte dafür, dass besonders Mutige den Elch trotzdem in Ruhe ließen und sich ihm nicht weiter näherten.
Beim Jenny Lake Overlook haben wir gehalten und Mittaggegessen bevor wir zu Fuß weiter den See entlang zum südlichen Bootsplatz wanderten. Von dort hat uns ein Boot (10$ pro Person round trip) ans andere Ufer gebracht. An diesem sind wir zu den Hidden Falls (beeindurckend) und halb zum Inspiration Point (gute Aussicht) gewandert. Dann ging es den ganzen Weg natürlich wieder zurück.
Auf dem Weg zu unserer Unteerkunft für die Nacht – eine Colter Bay Cabin – boten noch etliche Stopps und ein Scenic Drive zum Signal Mountain (damit die Amis hier während dem Wandern telefonieren können) schöne Aussichten.
Abendessen waren wir in der Pizzeria bei der Leek Marina. Die haben ein recht gutes Hefeweizen hier (Snake irgendwas Heffy) und auch wenn die Pizza etwas länger dauerte wurde uns nicht langweilig – die Omis am Nebentisch unterhielten sich über Sexualkunde und direkt neben der Terasse auf de wir saßen wuselte eine mehrköpfige Präriehund-Familie.
Der heutige Tag war ganz der Straße gewidmet. Da nun eine knappe Woche Nationalparks/Wilderness folgt, ernuerten wir zuerst in einem Vorort von SLC unsere Vorräte.
Beim ersten Einkauf schon hatten wir auch eine Styroporbox besorgt um darin die Nahrungsmittel halbwegs kühl zu lagern. Das hat sich bewährt und in den Hotels hatten wir dann auch entweder einen Kühlschrank um es nachts dort unterzubringen oder haben in wasserdicht verschließbaren Beuteln Eis mit in die Box.
Mit neuem Brot, Wurst, Käse, Gurken und vor allem viel Wasser kann es dann losgehn. Kohlensäure haltigen Sprudel bzw. sparkling water ist nicht nur selten, sondern auch teuer. Jule mag totes Wasser allerdings nicht und so haben wir auch noch Apfelsaft und mixpulver gekauft. Das macht das Wasser zwar nicht wieder lebendig, aber doch etwas besser.
Unsere Fahrt sollte eigentlich abgesehen von der schönen Landschaft eher langweilig weden. Dafür hatten wir einige Umwege eingeplant um noch mehr schöne Landschaft zu haben. So sind wir zum Beispiel über den Bear Lake gefahren (bzw. um) und haben uns kurzfristig entschieden ein weiteres Fossil National Monument (Butte) anzuschaun und dort etwas zu wandern.
Das letzte Stück der Strecke war als unpaved Road durch den Bridger National Forest geplant. Da wir den Umweg zu dem NM gemacht hatten, konnten wir schon etwas früher auf diese Strecke (Highway 232, Wy). Wir hatten das ziemlich unterschätzt. Der Feldweg war so schlecht, dass wir nicht mehr als 20 mph fahren konnten. Unzählige Schlaglöche und an einer Stelle mussten wir sogar durch einen Bach fahren. Zum Glück hatten wir uns wier für einen anständigen SUV entschieden. Trotzdem war immer die Angst vor einem Achsenbruch, Platten oder Untbodenschäden da. Spassig war es auch mitten durch zwei Schafherden zu fahren. Jeweils ein berittener Cowboy bzw Sheepboy bewachte die Tiere und die Hunde kamen beide Male angerannt und haben uns angekläfft. Zum GlücK waren die Schaafe nicht stur, sondern haben uns Platz gemacht als wir im Kriechtempo durch sind.
Zum Schluß hat sich unser Navi auch wieder eingekriegt und uns einen Weg zurück zum Highway gezeigt. Allerdings war das dann genau da, wo wir nach dem ursprünglichen Plan runte ins ungeteerte wollten. Für heute hatten wir dann doch genug Schlaglöcher und Zeit vertrödelt (2h für 15M), so dass wir glücklich waren einen Weg zurück in die Zivilisation zu haben.
Für die Nacht bleiben wir in Alpine im Flying Saddle Resort. Im dortigen Restaurant hab ich mich mit einem Bison Rib Eye mit Jack Daniels Soße und Jule mit Angus Burger belohnt.
Torsten hat den Nagel auf den Kopf getroffen – nach SLC scheint wirklich die Welt aufzuhören. Weder in unserer Station vor dem Grand Teton NP, noch im Grand Teton NP, noch im Yellowstone NP wurde uns Internet/Wifi geboten. Auf Anfrage hieß es im Yellowstone, dass lediglich im Besucherzentrum bei Old Faithful überhaupt die Möglichkeit bestünde online zu gehen.
Da merkt man erst wie stark dieses Medium inzwischen Bestandteil des täglichen und auch Urlaublebens ist. Mir fällt es schw ein Vergleich zu treffen … vielleicht wie Schuhe: es geht auch ohne, aber ist mit deutlich bequemer.
Durch unseren davor täglichen Berichte hatte die erzwungene mediale Trennung von der Welt natürlich auch einige besorgte Emails zur folge. Also: uns geht es gut, hier ist es wunderbar, ich habe die Bichte natürlich auch offline weiter geschrieben, sie folgen jetzt.
Nach der Nach in Evanston geht es heute natürlich weiter gen SLC. Da wir morgen dann eine enorme Strecke ohne groß was anschaun zu können, fahren müssen, nutzen wir den heutigen Tag auch gleich um mehr vom Great Salt Lake zu sehen.
Dazu eignet sich der Antelope Island State Park besondes gut. Der Great Salt Lake ist ein Überbleibsel von einem sozusagen vorzeitlichen See und hat lediglich die Vedunstung als Abfluss, wodurch der hohe Saltzgehalt entstand. Antelope Island ist seine größte Insel und bietet abgesehen von tollen Aussichten auch ca 500 Bisons. Und wir hatten das Glück, dass eines sich entschied direkt an der Straße zu grasen.
Als wir dann in Salt Lake City ankamen, war es superheiß. Da wir noch nicht einchecken konnten, haben wir den Wagen einfach beim Hampton Inn Downtown stehen lassen und sind auf Sightseeing Tour gegangen. Der zentrale Punkt in SLC ist dafür natürlich der Temple Square. Der Tempel ist wirklich beeindruckend für eine nicht-katholische Kirche.
In die Gebäude sind wir nicht, da die ausschließlich mit Führung und Bekehrungsvideo besichtigt werden können. Vom State Capitol konnte ich ein sehr gutes Bild machen, wenn ich auch das Gefühl habe, dass die alle gleich aussehen. In Summe ist SLC nicht mehr als nett und ein “wenn man schon in der Gegend ist”.
Auf dem Rückweg hab ich einen lokalen Jugendlichen gefragt, wo der Apple Store sei – er hat gemeint, dass der Market zwei Blocks weiter Apples verkaufe. Okaaay …
Im Hotel konnte ich dann im Netz nachschaun und damit haben wir auch die Shoppingmeile gefunden, die auf den Plänen der Touristeninformation wie’s aussieht versteckt wird.
Leider waren die iPad USB Adapter out of Stock, aber wenn ich schon dort bin, hab ich mir die offizielle Hülle gekauft und Jule brauchte neue Kopfhörer. In dieser Einkaufsstraße gibt es auch ein Kino und so haben wir uns kurzfristig entschieden, ins Kino zu gehen: The Last Airbender. es ist ein unterhaltsamer Film, etwas zu dicht/gehetzt aber mit sehr schöner Filmmusik.
Der heutige Tag hatte vor allem den Zweck Richtung SLC zu kommen. Dabei wollten wir natürlich soviel Sehenswertes wie möglich mitnehmen.
Also folgten wir dem Highway 40 weiter. Der führt direkt am Dinosaur National Monument vorbei. Im Osten führt dabei eine etwas längere Straße zu einem tollen Blick auf den Green River. Im Westen dann gäbe es die eigentlich Dinosaurier Fossilien. Leider war genau der Bereich natürlich ausgerechnet heute geschlossen, so dass auch dort nur die Landschaft blieb.
Anstatt direkt weiter nach SLC zu fahren, machten wir ab Vernal einen kleinen Umweg über die Flaming Gorge Recreational Area. Und dort fing es dann an zu stürmen und regnen. Trotzdem hatten wir tolle Aussichten beim Red Canyon. Als wir dann zum Sheep Creek Canyon weiter sind, war es schon wieder vorbei und wir konnten ihn voll genießen.
An Viechern haben wir heute Präriehunde, wilde Pute/Truthahn, Antilopen und verwilderte Ziegen (laut Wikipedia gibt es in den USA keine echten Wildziegen – fail) gesehen.
Für die Nacht sind wir im Best Western in Evanston untergekommen. Abendessen gab es bei Lotty’s, eine bei yelp empfohlene, lokale Bar mit recht guten Burgern. Zum Spülen hab ich dabei Landshark Lager probiert … Leider amerikanisches Bier wie man es erwartet. Mein Favorit von den überregionalen amerikanischen Bieren bleibt weiter Sam Adams.
Nachdem wir gestern den Tag im Rocky Mountain NP verbrachten, ist es heute schon an der Zeit weiterzuziehen. Allerdings bedeutet das auch den Großteil des Tages noch im Park zu bleiben, da wir ihn vollständig von Osten nach Westen durchqueren müssen. Eine Strecke, die seit den 20ern befahren werden kann, aber davon nachher noch mehr.
Dazu nahmen wir die Trail Ridge Road um sozusagen auch die ande Seite des Passes zu sehn. Bei Rock Cut (von dort ist das Bild unten eigentlich) auf 12k Fuß gibt es einen kleinen Weg durch die Tundra. Es mag nur ne halbe Meile sein, aber die knapp 300 Höhenfuß und sehr dünne Luft dabei haben es in sich.
Kurz danach kamen wir extrem nah an Wapitis vorbei – da waren keine 10 Meter zwischen uns und dem Viech. Natürlich folgten etliche weitere Scenic View Stopps bis wir endlich drüber waren.
Dort bot sich die Gelegenheit für eine kleine 5-Meilen-Wanderung zu eingefallenen Holzhütten. Zum Glück blieb es da relativ eben – das hätte uns mit der knallenden Mittagssonne sonst den Rest gegeben. Jule hat auch zwei weitere Schnaken gefüttert.
Ein besondees Erlebnis waren zwei Elche (Moose) die sich nahe eines Park-/Campingplatzes rumtrieben. Wir fuhren eigentlich nur vorbei, aber da bin ich schnell an die Seite, hab mein großes Objekiv rausgeholt und bin jagen gegangen. In diesen Momenten wird einem immer wieder klar, warum es sich lohnt in sowas zu investieren.
Im Kawuneeche Valley, ein wunderschönes, langgezogenes Tal, welches sozusagen den westlichen Abschluss des RM NP bildet, hat sich 1916 die Familie Holzwarth niedergelassen, nachdem er im Zuge der Prohibition, welche in Colorado noch etwas früher kam, seine Wirtschaft in Denver aufgeben musste. Seine Frau Sophie fühlte sich dort an ihre Heimat – den Schwarzwald – erinnert. Ohne jetzt die ganze Story wiederzugeben – es stehen noch die meisten original Hütten mit original Einrichtung inklusive vieler ausgestopften Viecher, Fellmäntel und Tellern mit deutscher Aufschrift (“Jedes Ding am rechten Ort spart dir Zeit und manches Wort” … oder so).
Das war unsere letzte Station im RM NP bevor wir den Highway 40 Richtung Salt Lake City besteigen. Eine glorifizierte Landstraße, auf der man meistens immerhin 65 mph fahren darf. Es war zwar eine idyllische Fahrt, aber es hat über 70 Meilen bis zur ersten größeren Stadt gebraucht, wo wir endlich Mittag- bzw inzwischen eher Abendessen konnten. 40 Meilen weiter dann die nächste, wo wir für heute im Best Western Station machen – Craig.