Kommentar zu Porsche und VW
Was ein Theater bei VW und in der Presse. Nachdem die Braunschweiger Zeitung (VW-nah) am Wochenende von Gegenwind für Wendelin Wiedeking sprach, sprangen andere Tageszeitungen auf. Die Stuttgarter Zeitung (Porscha-nah) schrieb dabei sehr zurückhaltend, während andere schon den Untergang Wiedekings proklamierten.
Letzteres ist natürlich Unsinn. Ich glaube es gibt nur wenige Vorstandvorsitzende in Deutschland, die so fest im Sattel sitzen wie DoubleDoubleJu, was ganz einfach mit dem Erfolg zusammenhängt, den er Porsche brachte und bringt. Man muss weder ihn noch sein Vorgehen mögen (wobei er an sich ein sympathischer Mensch zu sein scheint), aber der Erfolg gibt ihm recht und das wird er auch wieder, wenn die EU-Kommission das neue VW-Gesetz kippt und VW nach dem Abschneiden diverser alter Zöpfe (vor allem auch in der Arbeitnehmervertretung) und dem Knüpfen reichlich neuer auch auf weiteren Erfolgskurs kommt. Das - und das muss man seltsamerweise heutzutage betonen - nutzt vor allem auch den Beschäftigten.
Das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer(vertretung) und Geschäftsführung/Vorstand bei Porsche ist nicht ohne Grund so gut. Deutlich vierstellige Sonderauszahlungen zusätzlich zu den 13,7 Monatsgehältern sprechen eine deutliche Sprache. Sowas kann aber natürlich nur bei entsprechendem Erfolg umgesetzt werden und der kam auch bei Porsche nicht ohne Veränderung. Genau vor dieser Veränderung haben offensichtlich viele in Wolfsburg Angst.
Liebe Bedenkenträger in Wolfsburg, anstatt Angst zu haben vor Machtverlust und Veränderungen, lasst euch auf das Abenteuer ein und arbeitet mit daran, dass es ein Erfolg wird. Ohne Veränderung gibt es keinen Fortschritt, sondern nur Stillstand. Die Übernahme durch Porsche sichert Arbeitsplätze auch ohne protektionistische Staatsintervention. Ich glaube an euren gemeinsamen Erfolg und wünsche euch den Mut ebenfalls daran zu glauben.
