24.02.2007, 10:22 Uhr
Seit Jahren sind Mütter, welche sich entscheiden für ihre Kinder da zu sein und sie nicht möglichst bald loszuwerden, in der Gesellschaft geächtet. Hausfrau ist kein anerkannter Beruf und auch in der Gesellschaft nicht mehr anerkannt oder geachtet. Wer sich dafür entscheidet muss damit rechnen, mindestens schief angeschaut zu werden. Und unsere Familienministerien schlägt immer weiter in die selbe Kerbe.
Schon lange warne ich wie Bischof Mixa davor Frauen zu Gebärmaschinen zu degradieren. Die Behauptung, dass man Frauen die freie Wahl ermöglichen wolle, ist verlogen. Man nimmt Ihnen die freie Wahl und setzt sie unter den gesellschaftlichen Zwang arbeitsuchend zu werden, obwohl es die durchaus erfüllende und nicht einfache Arbeit Mutter und Hausfrau gäbe. Es ist naturgegeben, dass Frauen Kinder bekommen können und Männer nicht. Daran können auch Gesetze nichts ändern. Anstatt also Mütter dazu zu bringen ihre Kinder so bald wie mögliche in staatliche Erziehungsanstalten oder an Tagesmütter abzuliefern, sollte der Beruf Hausfrau und Mutter staatlich anerkannt und vergütete werden - inklusive Sozialversicherung. Dann kann man auch nicht mehr argumentieren, dass manche alleinerziehende Mütter das Geld halt brauchen und gibt unseren Müttern endlich wieder die Hochachtung, die Anerkennung und den Respekt, den sie verdient haben. So würde es wieder mehr Kinder geben in Deutschland und zwar ohne aus der Mutter eine Gebärmaschine zu machen.
Man muss sich über vernachlässigte Kinder und immer schlechtere Erziehung nicht wundern, wenn man den Verlauf der Geschichte betrachtet. Wo früher Großeltern Erziehungsaufgaben übernommen haben, während Eltern für den Unterhalt sorgten, und Mütter an ihre Töchter das Wissen und die Erfahrung um die Erziehung weitergegeben haben, ist ein Vakuum entstanden. Wirkliche Familien werden immer seltener und um es als Fazit nochmal deutlich zu sagen: anstatt einen solche Prozess zu unterstützen und zu beschleunigen, sollte eine Familienministerin versuchen gegenzusteuern.
13.02.2007, 11:23 Uhr
Schon im November letzten Jahres berichtete heise online über die im Juli kommende Personenkennziffer. Ich konnte es gar nicht glauben, da ich eigentlich mal dachte, dass das Bundesverfassungsgericht irgendwann mal so etwas für verfassungswidrig erklärt hatte. Offensichtlich war ich im Irrtum. Die einzige Frage, die sich mir im Moment noch stellt ist, ob wir diese eindeutige und vor allem dauerhafte Identifikationsnummer in den Unterarm tätowiert bekommen oder ob jeder einen RFID-Chip mit den Daten unter die Haut gepflanzt bekommt. Dass wir uns in immer mehr Bereichen in Richtung Vergangenheit (sei es DDR, sei es 3. Reich) bewegen, hab ich inzwischen erkannt - akzeptieren werde ich es nicht.
12.02.2007, 11:55 Uhr
Da wurde eine Terroristin vor 24 Jahren mit 33 wegen mehrfachen Mordes zu fünfmal lebenslänglich plus 15 Jahre Haft verurteilt. Wenn man mal eine Lebenserwartung von ungefähr 78 Jahren nimmt, so sind das mindestens 240 Jahre Haft. Nun kommt sie nach gerade 10% der verbüßten Haftstrafe frei. Wie man das den Hinterbliebenen der Opfer erklären kann/will, würde mich mal interessieren - und jeder andere Knacki, der nur 5 Jahre oder so absitzen muss wird es auch nicht verstehen, warum er nicht nach einem halben Jahr wieder gehen darf. Es kann gut sein, dass sie keine Gefahr mehr darstellt (der 5-Jahre-Knacki viell. auch nicht), aber das heißt nicht, dass sie ihre Schuld gesühnt hat, dass der Rechtsfrieden wiederhergestellt ist. Das einzige Befriedigende hier ist, dass es nichts mit Gnade oder so zu tun hatte, sondern mit einer festgelegten Mindestverbüßungsdauer, welche auch schon erhöht war und somit sich doch auf eine rechtstaatliche Basis stützt. Dennoch bin ich uneins mit dem BVG, der diese Mindestverbüßungsdauer (normalerweise 15 Jahre) 1977 vom Gesetzgeber gefordert hat und finde, dass lebenslänglich die Menschenwürde nicht verletzt, sondern auch eine gerechte Strafe sein kann, wenn es keine Todesstrafe gibt. Geldsorgen muss die Dame in meinen Augen nicht haben, die Medien (nicht zuletzt JBK) werden sich um sie reißen.
Um es kurz zu halten: ich finde es einfach falsch und glaube auch nicht, dass sich diese tiefverwurzelte Ideologie einfach so in Luft auflöst. Klar ist die Welt heute eine andere - doch sie ist immernoch fast konträr zur Wunschvorstellung der RAF.
04.02.2007, 21:59 Uhr
heute.de zitiert einen AStA-Aktivisten, welcher versucht mangelden Beteiligung am Studiengebühren-Boykott zu erklären:
Einige haben Sorgen exmatrikuliert zu werden, andere sind zu bequem sich einzusetzen für künftige Generationen von Studenten und wieder andere kümmern sich nicht, weil ihre Eltern die 500 Euro sowieso zahlen.
Dabei vergisst der gute Mann einen Punkt völlig: einige sind wohl gar nicht gegen die Studiengebühren. Wie immer brüllen die Gegner am lautesten, so dass leicht auch ein falscher Eindruck bezüglich der Studiengebühren-Akzeptanz unter Studenten entstehen kann. Ich kann bisher nur positive Seiten an den Studiengebühren erkennen. Meine Hochschule hat mit einer groß angelegten Umfrage die Studenten befragt, wie die Studiengebühren verwendet werden sollen und setzt jetzt schon, bevor sie das Geld überhaupt haben, einiges davon um. Das einfachste Beispiel ist die Streichung der Skriptgeldpauschale. Der Druck der Skripte wird nun ebenfalls von den Gebühren bestritten.
12.01.2007, 22:42 Uhr
Die Dinkelacker-Schaben Bräu GmbH & Co. KG (waren die mal ne AG, oder haben die da noch was vor?) hat heute eine extrem geile Werbung in der Stuttgarter Zeitung geschalten. Auf einer Doppelseite sind alle 297 Mitarbeiter (ich hab nachgezählt) der größten Privatbrauerei Baden-Württembergs unter hübschen Biergläsern mit den unterschiedlichen Biermarken der Brauerei aufgelistet (erstes Handybild von mir hier auf dem Blog):

Dazu steht links:
Darüber freuen sich alle unsere 297 Mitarbeiter. Und darüber können auch Sie sich freuen: Seit 2.1.2007 ist die Stuttgarter Traditionsbrauerei DINKELACKER SCHWABEN BRÄU wieder ein selbstständiges Unternehmen. Vieles fällt derzeit der Globalisierung zum Opfer - wir beschreiten den umgekehrten Weg. Wir setzen alles daran, für unsere Kundschaft qualitativ hervorragende, in die Region passende Biere zu brauchen. Probieren Sie mal wieder ein frisches Dinkelacker, entdecken Sie die Bierspezialitäten von Schwaben Bräu in der Bügelflasche, genießen Sie ein spritziges Sanwald Weizen, ob als Hefe oder als Kristall. Wir wünschen Ihnen ein gutes neues Jahr und vor allem eins: Bleiben Sie gesund. ZUM WOHL!
Um kurz zusammenzufassen, was passiert ist: Ende November wurde bereits darüber spekuliert, dass der brasilianisch-belgische Brauereikonzern Inbev nach nur zwei Jahren die Brauerei wieder verkaufen will und zwar an den ehemaligen Miteigentümer Wolfgang Dinkelacker. Das hat sie nun auch getan und seit Anfang diesen Jahres gehört Dinkelacker wieder Dinkelacker.
Sanwald ist zwar nicht so mein Ding, aber Dinkelacker selbst und Schwaben Bräu kann ich empfehlen - je nach Gelegenheit, Lust und Laune mal die eine oder andere Sorte der Marken. Außerdem freut es mich außerordentlich, dass eine Brauerei den Klauen der internationalen Brauereikonzerne einmal auch wieder entkommen ist. In diesem Sinne: Prost!
09.01.2007, 12:56 Uhr
Kann man sich vorstellen, dass in einem Land, in welchem die Ein-Kind-Politik gilt und welches diese Familien fördert Familien mit mehr Kindern bestraft, eine höhere Geburtenrate hat, wie Deutschland, wo jedes Kind gefördert wird?
| Geburtenrate 2006 |
| China |
Deutschland |
| 13,25 Geburten/1.000 Einwohner |
8,25 Geburten/1.000 Einwohner |
Und auch, dass China ein noch größeres Problem mit der Überalterung hat wie Deutschland, ist ein Märchen.
18.05.2006, 10:30 Uhr
Und wieder eine Petition. Dieses mal aber auf europäischer Ebene und auf Initiative von Parlamentariern. Konkret geht es darum, dass viele Mitglieder des Europäischen Parlaments es leid sind immer wieder zwischen Brüssel und Straßburg umziehen zu müssen. Weiter werden mehrere Millionen jedes Jahr für die Kosten der Umzüge (200 Millionen) und die doppelte Miete für zwei Gebäude verschwendet. Die Parlamentarier wollen also ganz nach Brüssel ziehen. Um die europäische Kommission aufzufordern einen Gesetzentwurf zu diesem Thema vorzulegen bedarf es einer Million Unterschriften. Die werden jetzt im Rahmen einer Bürgerinitiative unter anderem auf oneseat.eu gesammelt. heute.de berichtete.
03.05.2006, 11:45 Uhr
Dass die Reichensteuer, welche nun kommen soll, lediglich einen Aktionismus der Roten handelt, ist wohl jedem klar. Da will die SPD über die Neidschiene Wähler zurückgewinnen und die CDU den Koalitionsfrieden erhalten.
Dass sie verfassungsrechtlich äußerst bedenklich ist, wird dabei ignoriert. Nunja, Bundespräsident Köhler kann das nicht so einfach ignorieren und ich gehe sogar davon aus, dass er das Gesetz, so wie es jetzt eingebracht wurde nicht unterschreibt. Das hat vor allem mit der horizontalen Gerechtigkeit zu tun. Nämlich, dass Privatpersonen hierbei anders gestellt werden, wie Unternehmen und so ein Unterschied gemacht wird, obwohl die wirtschaftliche Position und somit die Leistungsfähigkeit gleich ist. Da hilft auch keine Unternehmenssteuerreform, die dann irgendwann 2008 kommen soll.
26.03.2006, 20:32 Uhr
Vorläufiges amtliches Endergebnis von der Landtagswahl in Baden-Württemberg:
CDU 44,2 % (-0,6)
SPD 25,2 % (-8,1)
Grüne 11,7 % (+4,0)
FDP 10,7 % (+2,6)
Wahlbeteiligung 53,4 %
Das bedeutet, dass die CDU-FDP Regierung gestärkt weiter machen kann. Ute Vogt sollte so schnell wie möglich das Land wieder verlassen; die Höhe der Niederlage hat definitiv direkt etwas mit der Person zu tun. Die Republikaner fielen dieses Jahr endgültig unter ferner liefen und die SED hatte auch nicht den Hauch einer Chance. Die Grünen sind, wohl auch wegen ihrem Frontmann, gestärkt und werden in der Opposition wohl auch eine lautere Stimme erheben, wie die letzten 5 Jahre. Alle Wahlkreise, bis auf Mannheim 1, wurden direkt von der CDU gewonnen (Wangen mit 58%!) - Baden-Württemberg könnte man getrost auch in CDU-Land umbenennen. Zur absoluten Mehrheit und damit alleinigen Regierung hat es (zum Glück) ganz knapp nicht gelangt. Traurig ist das Rekordtief bei der Wahlbeteiligung. Von diesen 46,6 % der Menschen in Baden-Württemberg, welche nicht gewählt haben, will ich die nächsten 5 Jahre aber auch kein Ton des Jammers, Nörgelns oder der Beschwerde hören.
24.03.2006, 9:24 Uhr
Renate Künast stellte gester in Berlin Mitte bei Maybrit Illner fest
Kaum wird gefragt warum die Männer keine Kinder kriegen.
Ja, nee. Unglaublich! Warum bloß?