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Martin Hiegl en Blog

SpOn und seine Schlagzeilen

Ein neues Beispiel, welches zeigt wie dünn die Grenze zwischen Spiegel (Online) und Bildzeitung doch teilweise ist:
Sex in Space - or not?

In der Schlagzeile soll der Leser mit dem Stichwort Sex gelockt werden. Im Vorspann wird dann aufgeklärt, dass die Überschrift gar nicht stimmt, und die Nasa gar nicht nach Regeln für den Sex im Weltraum such, sondern sich drum drückt.

Kelly Clarkson - Breakaway

Vor knapp zwei Wochen hab ich mir im iTunes Store das Album Breakaway von Kelly Clarkson zugelegt. Das Album ist zwar schon - für diese Branche - uralt, aber ich bin echt begeistert. Ansonsten hör ich vor allem instrumentale (oder inzwischen ist es meistens eher elektronische) Filmmusik. Das Album ist insgesamt eher sanft. Das besondere ist jedoch die Vielseitigkeit - jeder Song klingt anders, von Balladen über Hymnen, Rapartiges, bis hin zu Rock und Pop. Und doch sind sie alle gut und sowohl im Hintergrund als auch bewusst angenehm zu hören. Klar ist es eher Mainstream-Radiomusik, doch dieses inzwischen uncoole Label tut der Qualität keinen Abbruch - absolut empfehelnswert. Auf das Album bin ich übrigends durch die “Speziell für Sie”-Empfehlung des iTunes Stores gestoßen.

Bücherverbrennung 2.0

Früher wurden andere Meinungen und Ansichten unterdrückt, indem man die Inhalte, welche zumeist in gedruckter Form vorhanden waren, verbrannte. Verlage, welche solche Werke druckten, bekamen ebenfalls Probleme. Und selbst heute noch ist es in Deutschland so, dass nicht jeder seine Meinung frei veröffentlichen darf, sondern es gibt Gesetze gegen Gewaltverherrlichendes, Fremdenfeindliches etc.pp.. Ich stehe dem sehr gespalten gegenüber und mein liberaler Kern sieht darin eigentlich eine Zensur, welche bei uns aufgeklärten Bürgern nicht notwendig sein sollte - ja, wir werden dabei auf eine gewisse Weise entmündigt. Und dennoch denke ich auch, dass es teilweise notwendig ist und deshalb finde ich die aktuelle Gesetzgebung in Ordnung und absolut ausreichend.
Youtube bietet dem Pentagon nun eine Plattform um eigene Videos des Irakkrieges zu veröffentlichen. Das Pentagon will laut heise online dabei auf grausame Darstellungen verzichten und sich verständlicherweise in einem guten Licht darstellen. Der Aufschrei in Kleinbloggersdorf ist groß und selbst ansonsten sehr aufgeschlossene Blogger wie Robert wollen Youtube nun boykottieren. Dass die “andere Seite”, sprich die Kriegsgegner schon sehr lange zu Wort kommen und die eigene Propaganda auf Youtube veröffentlichen, ist dabei in Ordnung. Für mich ist das eine gewünschte, einseitige Zensur von Leuten, welche ansonsten mit am lautesten Zensur schreien und Offenheit und Transparenz predigen, wenn irgendetwas in dieser Hinsicht gefährdet ist.
Weiter ist der Youtube-Boykott, bei welchem auch andere bekannte Blogs wie der sw-guide mitmachen, auch nur eine halbherzige Sache, denn der Besitzer von Youtube, Google, wird natürlich nicht boykottiert, da man sich selbst von ihm abhängig gemacht hat und solche Aktionen natürlich auch nur bis zu einem Punkt, wo man sich selbst damit wehtun würde, durchziehen will.
Ich bin dafür, dass man alle Seiten zu Wort und Bild kommen lässt und nicht schon selbst von vornherein zensiert. Hier ist eine Zensur nicht notwendig und die Inhalte gehen auch mit den amerikanischen (und IMHO auch deutschen) Gesetzen konform. Man sollte dem aufgeklärten User zutrauen, dass er selbst zum Schluß kommt, dass Krieg ein dummes Spiel ist.

Milchbart

Jojo macht eine InsInternetSchreiber-Milchbart-Galerie - da darf mein Beitrag nicht fehlen:


Martin mit Milchbart

Leserbrief an Stuttgarter Zeitung bezüglich ihrer geschlossenen Online-Archive

Soeben habe ich folgenden Leserbrief an die Online-Redaktion, den Online-Service, sowie die “normale” Redaktion der Stuttgarter Zeitung geschickt:

Seit einiger Zeit bin ich Abonnent der Stuttgarter Zeitung. Nicht selten verwies ich in meinem privaten Blog - hiegl.net - auch auf Artikel aus selbiger im Internet. Leider sind dabei nicht alle Artikel verfügbar und sollten sie es wirklich sein, so sind sie das nur für wenige Tage. Damit wurden sie für mich uninteressant.
Warum öffnet die Stuttgarter Zeitung nicht ihr Archiv und gibt allen die Möglichkeit, die Informationen frei zu konsumieren? Durch Werbung, welche dabei geschaltet werden könnte, würde die Stuttgarter Zeitung meiner Überzeugung nach erheblich mehr verdienen als durch die momentan bestehende Lösung, den Zugang zum Artikel zu erkaufen. Durch die Beschränkung geht viel Potential, viel Wissen und Information verloren. Ich denke es ist an der Zeit dies zu überdenken und dem zukunftsweisenden Gedanken von Open Standards und Open Knowledge zu folgen.

Wer der eigenen Zeitung etwas ähnliches schicken möchte, darf sich an diesen Zeilen gerne bedienen!

Was ist eCommerce?

Aktuell hab ich mich über eCommerce informiert und fand es, wie so häufig bei Buzzwörtern (auch wenn dieses schon etwas älter ist), schwierig, das Thema richtig zu fassen. Letztendlich bin ich zu der Einsicht gelangt, dass mit dieser tollen Wortkreation wirklich lediglich der digitale Handel, sprich der Handel über das Internet, beschrieben wird. Am häufigsten manifestiert dieser sich in Online-Shops im WWW, doch prinzipiell kann auch ein einfaches Formular oder um E-Mail handeln. Warum dafür extra ein Wort erfunden werden musste, ist mir schleierhaft - vor allem, da es anders wie zum Beispiel E-Mail, keine eigene Technologie kennzeichnet. Aber das hat wohl was mit Marketing zu tun ;-)
Fallen Preisvergleichsportale, bei welchen man direkt nichts kaufen kann, eurer Meinung auch darunter oder geht es da schon eine Begriffsstufe höher auf’s eBusiness allgemein?
Und schreibt man jetzt eCommerce, ECommerce, ecommerce, e-Commerce, E-Commerce, e-commerce …?

Desktop Tower Defense

Robert hat ein nettes FlashGame verlinkt: Desktop Tower Defense. Erinnert an manche Aufgaben bei alten Spielen der Command&Conquer Serie. Man muss mit Verteidigungstürmen ein Tal so sichern, dass keine bzw. nicht mehr als 19 gegnerischen Viecher durchkommen. Ich hab geschafft, dass keiner durchkam:
Desktop Tower Defense

Wie starte ich ein Blog und mache dieses bekannt?

Michael hat es wieder getan - er hat sich hingesetzt und nach längerer Pause wieder einen erstklassigen Artikel geschrieben. Vom alten Basic-Beitrag Wie wird das eigene Blog bekannt? inspiriert, hat er eine aktuelle, erweiterte Anleitung Wie starte ich ein Blog und mache dieses bekannt? erstellt. Sehr empfehlenswert nicht nur für Blognewbies, sondern auch für alte Hasen. Danke dafür!

Kabarett Noir im Stollwerck in Köln

Gestern abend haben meine Kollegen und ich im Bürgerhaus Stollwerck in Köln die Vorstellung Kabarett Noir besucht. Wir waren ziemlich enttäuscht. Das Schlimmste war, dass sie keinen einzigen “Vortrag” hatten, der durchgängig lustig war. Natürlich kann man das auch andersrum sehen und sagen, dass die Vorträge nicht durchgängig schlecht waren, doch ich gehe ja nicht ins Kabarett um die Gags mit meinen Händen abzählen zu können. Einer dieser wenigen Gags in einem Text zu Political Correctness:

Selbstmordattentäter sollten als Einwegterroristen bezeichnet werden.

Vieles klang auch einfach nur aufgewärmt und wiedergekaut und falls jemals eine Botschaft in den Texten war, wurde sie, bis auf wenige Ausnahmen, äußerst gut versteckt. Eigentlich bin ich Fan von schwarzem Humor, doch hier fehlte irgendwie der Witz, die Professionalität. Manche Texte machten den Eindruck von ersten Gehversuchen im Genre oder auch die private Comedy-Vorstellung zu Opas 60stem.
Die 4 Euro, die mir mein Studentenausweiß gespart hat, waren in einem Coctail in der CUBA BAR besser angelegt.

O’Reilly’s Draft of a Blogger’s Code of Conduct

SpOn schreibt in einem äußerst polemischen Artikel über O’Reillys Vorschlag einen Blogger’s Code of Conduct zu erstellen. In seinem Vorschlag sind aus meiner Sicht lauter Selbstverständlichkeiten, wie sie auch schon in den IBM Blogging Policy and Guidelines, an welchen ich mich orientiere, formuliert sind. Und wir erinnern uns, dass auch Johnny bei Spreeblick schon mal über eine Blog Etiquette nachgedacht hat.
Tim, I support your idea and my blog will be one of the first German blogs using the Blogger’s Code of Conduct. Well, actually I already do by using the IBM Guidelines. I have even stricter rules, like comments only with the full name.

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