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Martin Hiegl en Blog

Zahlenspiele zum G8-Protest

Gestern haben in Rostock anscheinend so zwischen 25.000 (Polizei) und 80.000 (Veranstalter) G8-gegner demonstriert. An die von den Veranstaltern erwarteten 100.000 kam auf auf jeden Fall bei weitem nicht ran, obwohl Protest die Menschen eigentlich am meisten mobilisiert, sollte man meinen. Zum Vergleich: bei der VFB-Meisterfeier waren am letzten Spieltag so um die 125.000 (Polizei) Fans in der Stadt und in den Fußballstadien jubeln allwöchentlich ebenfalls mehrere 100.000 ihren Vereinen zu. Zu den Freiluftmessen des Papstes in München kamen 260.000 und in Regensburg über 200.000 Menschen.

Wenn man die Zahlen mal vergleicht, bekommt man ein besseres Gefühl für das “Ausmaß” des Protestes. Das Problem ist nur, dass wenige dutzend oder hundert Krawallmacher aus so einer Demonstration eine Schlacht machen können. Es hat mich gefreut heut morgen in der Zeitung zu lesen, dass auch die Veranstalter autonome Idioten verantwortlich machten und den Deeskalationskurs der Polizei lobten.

18 Kommentare - Kommentieren

  1. 1 Thomas Dankert

    So sehr ich Gewalt als “Mittel” für Demonstrationen ablehne, und die Steinewerfer ebenfalls für Idioten halte, hat mich dieser [1] Beitrag nachdenklich gestimmt…

    Ich hatte ja vorher schon die Vermutung, dass die Polizei dort nicht nur deeskalierend wirkt und durch “Agent Provocatuers” die Lage anheizt, um die “richtigen” Bilder zu bekommen, aber warum auf friedliche Demonstranten eingeknüppelt wird, ist mir ein Rätsel.

    [1] via Politblog

  2. 1. wo siehst du auch nur einen Hinweis auf “Agent Provocateurs” und dass von der Polizei irgendetwas angeheizt wird. Das ist ein alter Hut und wird von den gleichen Leuten geglaubt, welche auch meinen dass die USA ihre Twin Towers selbst gesprengt hat.
    2. hast du hoffentlich den Link oben gelesen, da hörst du auch von Augenzeugen, wieviel sich die Polzei gefallen ließ, bevor sie sich wehrte und vor allem auch andere Demonstranten schützte.

    Diese Grundhaltung vieler solcher Demonstranten, “Der Staat an sich ist böse und wir müssen und dagegen wehren”, ist schon traurig genug.

    Auf den Bildern beim politblog siehst du viele der Autonomen, welche vor allem dort sind um Gewalt auszuüben.
    Manche meinen ja, dass alleine die Präsenz der Polizei eine Provokation und die Umstellung einer Demonstration eskalierend wirke … hallo? Dafür ist die Polizei da.

    Auch die Behauptungvon einigen, die Polizei habe um jeden Preis den vorherigen Aufwand rechtfertigen wollen, ist lächerlich. Das ist den Polizisten doch sowas von scheißegal und wäre es friedlich gewesen, hätten die Politiker das genauso als Erfolg ihres Sicherheitskonzeptes verkauft.
    Leider zeigten die Erfahrungen, dass es notwendig ist.

    Wie geschrieben, selbst die Veranstalter heben das Verhalten der Polizei positiv hervor.

  3. 3 Thomas Dankert

    Der Hinweis kommt aus den Kommentaren des Politblog - natürlich ist die Glaubwürdigkeit da immer zweifelhaft…
    Mir kamen einfach einige Bilder seltsam vor - z.B. das eine angezündete Auto (auf SPON und überall zu sehen) auf dem ansonten leeren Parkplatz - werden die Straßen und Plätze, wo die Demo lang gehen soll, nicht normalerweise geräumt? Also zuerst ein absolutes Halteverbot ausgesprochen und dann verbliebene Fahrzeuge geräumt? Zumindest kenn ich das so. Und jetzt steht dieses Auto allein dort und wird angezündet… Das wirkt für mich einfach gestellt (klar, es kann auch jemand sein, der sein auto vergessen hat, aber warum wurde es dann nicht abgeschleppt?).

    Die Präsenz der Polizei ist natürlich richtig, die Jungs und Mädels sind ja gerade dazu da, Ausschreitungen zu vermeiden - wie man sich davon provoziert fühlt, ist mir auch nicht ganz klar.

    Ich hab gerade noch ein Video der Demonstration gefunden (zumindest ein Ausschnitt), schau dort mal auf die letzten 2-3 Minuten - die mit dem Wasserwerfer, der schön in die Menge reinschießt (obwohl der Rauch von ganz woanders kommt…) - und das ist in meinen Augen eine deutliche Provokation und trägt nicht gerade zur Deeskalation bei.

    http://w...jfnkCD4

  4. Nein, es werden nicht alle Straßen geräumt und alles abgeschleppt, nur weil eine Demonstration vorbeikommt. Was sollen die Anwohner denn machen? Es war auch nicht das einzige Auto, das gebrannt hat.
    Und welches Interesse hat die Polizei an brennenden Autos? Und die Politik ebensowenig, weil sie es als größeren Ertfolg verkaufen könnten, wenn keines brennen würde.

  5. 5 Thomas Dankert

    Habe gerade noch mehr gefunden… Wie gesagt, ich halte von den Steinewerfern und Mitgliedern des Schwarzen Blocks absolut nichts… Warum muss man sich vermummen, wenn man demonstrieren will? Ich kann auch mit meinem Namen und Gesicht zu meiner Meinung stehen (danke an dieser Stelle ans GG und das BVerfG)

    Das Problem ist doch, dass Herr Schäuble und andere Befürworter der Sicherheitsmaßnahmen jetzt genau die Bilder bekommen, die sie haben wollten - damit haben die Idioten genau gar nichts erreicht, außer noch mehr Gewalt zu provozieren.

    Allerdings sind auch Medien wie der Spiegel nicht gerade unschuldig, indem sie eine “interessante” Übersetzungen einer Rede während der Demo in ihren Ticker stellen (”Wir müssen den Krieg in diese Demonstration tragen…”) und so die eigentlichen Inhalte der Demo in den Hintergrund stellen.

    Siehe auch den Eintrag und das Video von der Phönix-Live-Berichterstattung hier:
    spiegelfechter

  6. 6 Thomas Dankert

    Ich meinte auch nicht alle Straßen - sondern nur die, wo die Demo laut Anmeldung lang gehen soll.

    Es sieht einfach seltsam aus, wenn dort ein einzelnes Auto auf einem Ansonsten leeren Parkplatz (den Bildern zu urteilen in einem Wohngebiet) steht. Die anderen Autos sind doch auch alle weg, warum wurde dann gerade das eine vergessen?

    Wieviele Autos genau gebrannt haben weiß ich nicht, ich kenne nur die Fotos, und da sind es 2 verschiedene, und ein umgeworfenes.
    Klar, es sind 3 zuviel.

    Deine Frage könnte man auch andersrum stellen: Für die Politik ist es doch ein viel größerer “Erfolg”, brennende Autos zu zeigen - stell dir mal vor, die Demo wäre soweit friedlich verlaufen und es gäbe nur Übergriffe von Seiten der Polizei. Dann gäbe es ein deutlich anderes Bild der gesamten Veranstaltung.

    Jetzt gibt es aber die Fotos der Steinewerfer (die sich die Steine in einem Einkaufswagen zurechtgelegt haben…, siehe ein Bild bei SPON, habe gerade keinen Link… warum greift die Polizei in dem Moment ein, wenn die Leute den Wagen beladen?), kaputten Scheiben und eben brennenden Autos - und damit die ideale Rechtfertigung für die Fortführung der Sicherheitspolitik.

  7. 7 Thomas Dankert

    Muss noch was dazu schreiben - nein, ich glaube auch nicht, dass die Situation gestellt war, es gibt einfach zu viele Idioten (siehe auch Hooligans im Fußball), und es war sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis die Situation dort eskaliert.

    Es sind nur so kleine Sachen wie eben das einsame Auto, was so aussieht, als wäre es zum “Anheizen” für die Krawallmacher dort abgestellt.

    Mich ärgert einfach, dass die Zeitungen und Fernsehsender jetzt vermehrt über die Ausschreitungen berichten, statt auf inhaltliche Punkte des Programms einzugehen und diese kritisch zu betrachten. Dafür war der weitaus überwiegende Teil der Demonstranten eigentlich auf der Straße.

  8. Da war wohl bloß eine Familie zu blöd das Auto wegzufahren … vielleicht sind sie in den Pfingstferien … kann tausend Gründe dafür geben, aber da dürfen ja auch soviele Autos stehen, wie wollen, deshalb wird das Anzünden nicht richtiger.

    Ich glaube der Erfolg für die Politik (auch international gesehen - wir haben nicht nur Innenpolitik, sonderen es geht auch um das internationale Renomee) wäre ohne Krawalle größer. Wieso sollte es da Übergriffe von Seiten der Polizei geben? Das sind ganz normale Menschen, die ihren Job machen und sich dabei beschimpfen etc.pp. lassen, bis es zum Punkt kommt, wo sie sich selbst (und andere) verteidigen müssen - das wird viel zu häufig vergessen.

  9. 9 Anja Hiegl

    Wollte auch einen kleinen Kommentar abgeben:
    Gegen was oder fuer was haben die protestiert?
    -Klimaschutz? warum dann Autos anzuenden…ist das nicht schaedlich fuer die Umwelt?
    - Globalisierung….naja, in der heutigen Zeitung wird beschrieben, dass saemtliche Imbisse und Lokale in der Innenstadt geschlossen hatten….AUSSER: McDonald, Subway, BurgerKing…..achja und dann noch die Tankstelle….

    (Natuerlich sind das nicht alle, man sollte nicht verallgemeinern etc. Aber teilweise bekomme ich das Gefuehl nicht los, dass es manchen nicht um die Ziele geht, fuer was sie demonstrieren, sondern einfach ums Demonstrieren selbst.)

  10. Jo, das ist immer lustig, wenn Reporter fragen: “Was passiert da beim G8-Gipfel eigentlich?” oder “Wogegen protestieren Sie eigentlich und was hat das mit dem G8-Gipfel zu tun?” oder auch nur “Was sind denn Ihre Ziele?”

    Die Mietdemonstranten in Russland werden wenigstens meistens instruiert ;-)

  11. 11 Thomas Dankert

    Die kommen nicht nur aus Russland, du kannst sogar deutsche (meist Studenten) dafür mieten ;-)

    Anyway… die Anhänger des Schwarzen Blocks haben wohl eher für nichts demonstriert, oder höchstens für mehr Polizeipräsenz durch ihr Verhalten.

    Eigentlich geht die Demonstration gegen den Gipfel darum, dass sich die 8 führenden Wirtschaftsnationen (und Russland) zusammensetzen und die Weltpolitik bestimmen wollen.
    Dann noch das übliche: Klimaschutz (Greenpeace), Globalisierung ist schlecht (Attac), Lohndumping (Gewerkschaften) und das Dauerproblem Afrika (da sind so ziemlich alle Verbände dabei).

  12. Du oller Phrasendrescher, werd mal bissle präziser - “Weltpolitik bestimmen”. Merkel möchte z.B. nur für diese 8 Staaten Quoten beim Klimaschutz festlegen und nicht für die ganze Welt. Hehe ;-)

    Attac ist nicht gegen die Globalisiserung, sondern nur gegen die Art, wie sie meinen, dass sie im Moment verlaufe.

  13. 13 Thomas Dankert

    Du hast ja recht (Phrasendrescher ^^) - und ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich selbst nicht mit den Themen des G8 auseinandergesetzt habe…

    Ein großes Thema ist die versprochene Hilfe für Afrika, die doch auf dem letzen Gipfel in England beschlossen wurde, von der aber (nach Medienberichten, ich war ja selbst nicht dort) bisher nicht viel zu sehen ist. Viele Gruppen fordern daher endlich Aktionen, in Form von Nahrungsmitteln, Infrastruktur-Unterstützung beim Bau von Brunnen, und natürlich Geld, entweder direkt oder in Form von Schuldenerlassen.

    Attac ist, wie du schon angedeutet hast, der Meinung, dass diese Staaten ihre Politik so betreiben, dass sie nur ihnen selbst zugute kommt, und andere Staaten dabei auf der Strecke bleiben.
    Dazu kommen dann Gruppen (ich glaube “Gerechtigkeit Jetzt” heißen die), die gegen die aktuelle Form des Welthandels sind - sie fordern fairen Handel und den Abbau von Subventionen (z.B. beim Baumwollanbau oder in der Landwirtschaft).

    Dann gibt es noch Gruppen und Parteien (wie die Grünen), die keine Legitimation der G8 für die ganze Welt erkennen können (z.B. weil die Teilnehmerstaaten nur einen kleinen Teil der Weltbevölkerung stellen, aber die größten Klimasünder sind).

    Ich denke das Hauptproblem ist hier, dass diese Staaten im Namen der gesamten Welt Beschlüsse fassen wollen (zumindest was die Ressourcennutzung und Energieeffizienz angeht), was vielen Menschen nicht passt, da sie die restlichen Staaten nicht mit eingebunden sehen.

    Die Themen, die auf dem G8 behandelt werden sollen, finde ich allesamt nicht verkehrt (habe eben bei Wikipedia nachgeschaut, welche das eigentlich sind) - aber gerade beim Thema Afrika oder dem Klimaschutz (ich weiß, Äpfel und Birnen) soll es eben nicht nur bei Beschlüssen bleiben, stattdessen sollten auch konkrete Taten folgen.

  14. Afrika ist so ne Sache - eigentlich viel zu vielschichtig für so einen Kommentar. Zwei Punkte: 1. ich hab mir auch schon oft was vorgenommen und nicht so umgesetzt, 2. was die richtige Hilfe für Afrika wäre, ist sehr umstritten - Geld ist es nicht und darin sind sich die meisten “Experten” inzwischen einig.

    Der faire Handel ist eine lustige Sache - zum einen wird gefordert allen den gleichen Zutritt zum Markt zu geben und zum anderen wird sich beschwert, wenn Billigprodukte das eigene Land überschwemmen und nationale Hersteller dicht machen müssen. Es gibt btw. auch Barrieren, welche die Märkte der armen Länder schützen und im Moment wird ja geplant Afrika vor China zu schützen.

    Für was brauch die Gruppe 8 eine Legitimation? Es sind 8 gewählte (ok, Russland is auch dabei) Regierungschefs, welche sich zu einem informellen Gespräch treffen (besser wie immer nur zu zweit). Das kann denen doch niemand verbieten oder übel nehmen. Und wenn die 8 gewählten Regierungschefs ihre Politik tw. abstimmen (was sie nicht wirklich tun), dann ist das genauso ihr gutes Recht als Regierungschefs von souveränen Staaten - D und F stimmen sich auch ab und lassen sich tw. sogar vom anderen vertreten.

    Kein Beschluss dort wird für die ganze Welt getroffen, sondern nur für die 8 Länder (obiges Beispiel Klimaquoten, werden abeer wohl nichtmal für die 8 festgesetzt werden dieses Jahr). Und als souveräne Staaten, ist das wie gesagt ihr gutes Recht selbst zu entscheiden, mit wem sie wann sprechen und was ausmachen.

    Die Gruppe 8 behauptet nicht für die ganze Welt zu sprechen oder etwas für sie bestimmen zu wollen - das überlassen sie weiterhin der UN. Aber sie können selbstverständlich besprechen, dass sie ein bestimmtes Thema bei der UN forcieren möchten (China in Afrika) - wieder: ihr gutes recht als souveräne Staaten bzw. gewählte Regierungschef derselbigen.

    Und du schreibst es selbst: auf der einen Seite werden Taten gefordert, auf der anderen wird dazu aufgefordert sich nirgendwo einzumischen und nicht die “Weltpolitik” zu bestimmen - was denn nu?

  15. 15 Thomas Dankert

    Du hast Recht, ein Kommentar ist etwas zu knapp, um darin die Situation von Afrika zu behandeln.

    Ich habe gerade eben “heute” geschaut, und aktuell laufen noch die Tagesthemen. Ich bin positiv beeindruckt von der Berichterstattung der ÖR. Natürlich zeigen sie auch Bilder der Ausschreitungen (die es heute zum Glück nicht mehr in dem Ausmaß gab), aber gehen auch auf die Inhalte ein und zeigen dazu entsprechende Beiträge.

    Dem Rest deines Kommentars stimme ich zu, und ich erkenne gerade den Fehler in der “logik” der Forderungen (beispiel Afrika). Oh mann, ich habe mich bisher echt viel zu wenig mit dem Thema G8 auseinandergesetzt…

  16. 16 Andreas Beck

    Der Schwarze Block ist wirklich ein komischer Haufen. Sie stellen Forderungen und halten sich selbst nicht daran. Viele sagen ja z.B. immer “wir wollen eine Gleichberechtigung für alle”. Das wird es aber nie geben,denn jeder ist egoistisch - auch die vom Schwarzen Block. Oder warum spenden die nicht einen Großteil ihres Vermögens für Afrika anstatt für das Geld nach Heiligendamm zu pilgern?! Ich denke mal die wollen einfach provozieren und denen macht das Steinewerfen Spaß. Wer normal demonstrieren will, der braucht sich nicht zu vermummen (Es besteht außerdem ja seit einigen Jahren schon ein Vermummungsverbot bei Demonstrationen).

  17. Also mich stimmt die Gewalt bei den Demos auch nachdenklich. Gewalt kann und ist keine Lösung in einer Demokratie, außer zur Verteidigung. Und genau deswegen denke ich sollte die Polizei - zu ihrer Verteidigung und um die Sicherheit zu gewähren - Gummigeschosse im Notfall einsetzen. Die Polizei hat es ja mit der sanften Methode versucht, aber das wurde ja von den “autonomen Idioten” ausgenutzt…
    Die Idee mit den Spenden für Afrika finde ich gut.
    Zu der Hilfe für Afrika: Die EU sollte anfangen mit den eigenen Überschüssen nicht den afrikanischen Markt zu überschwemmen. Alles was die EU-Industrie, gerade die Landwirtschaft, zuviel produziert wird über immense Subventionen am afrikanischen Markt billiger Verkauft, u.U. zu einem geringeren Preis verkauft als die Herstellungs- und Transportkosten sind. Das kann es ja wohl nicht sein. Damit machen die die sowie labile Wirtschaft - und dort ist gerade die Landwirtschaft wichtig - in Afrika kaputt. Bei SpiegelTV gab es dazu mal einen sehr interessanten Bericht. Die irrsinnige EU-Subventionspolitik zerstört schlicht die Wirtschaft der afrikanischen Staaten. Denn dasas Geschäft in Afrika lohnt sich für die EU-Wirtschaft nur dank der Subventionen. Es ist das häufigste Beispiel, das man in diesem Zusammenhang liest: Milchpulver aus der EU, das um ein Vielfaches billiger ist als die Milch vom Bauern nebenan, dem durch die Billigkonkurrenz natürlich die kompletten Einnahmen wegfallen. Damit darf dieser auch auf die subventionierten Produkte zugreifen und kann keine heimischen Produkte kaufen. Also ich finde das eine Sauerei. Das zeigt mal wieder das die EU kein Fünkchen Interesse an Afrikas Wirtschaft hat.

  18. Ich dachte wir haben in Europa im Agrarbereich Produktiongrenzen, wo die Mehrproduktion dann verbrannt werden muss. Ich kann mich zumindest dunkel an eine Diskussion darüber vor ein paar Jahren erinnern.
    Auf jeden Fall ist richtig, dass die Subventionen in die teure europäische Agrarwirtschaft einen großes Problem für Afrika (und andere eigentlich billigere Produzenten) darstellen und dem Großteil der europäischen Bürgern auch nur bedingt nutzt.

Reply to “Zahlenspiele zum G8-Protest”

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