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Martin Hiegl en Blog

Herdprämie

Was ist eigentlich das Problem von manchen linken Parteien mit der Betreuungsprämie, welche die CSU in Kombination mit dem garantierten Krippenplatz fordert? Eigentlich geht es dabei doch nur um Gleichberechtigung der Familienmodelle. Viele Linke argumentieren, dass Familien dadurch dazu verlockt werden könnten, ihre Kinder nicht in die Krippen abzuschieben. Andersrum wird aber ein Schuh daraus, nämlich dass ohne diese Prämie die Familien vom Staat dazu gedrängt werden, ihre Kinder in diese Einrichtungen zu geben und nicht mehr frei in der Entscheidung ihrer Familienplanung sind (ähnlich wie bei den Partnermonaten beim Elterngeld). Der Staat/die Politik soll sich gefälligst aus der Erziehung und der Familienplanung heraushalten. Und wenn er in diesen Bereichen etwas macht, soll er alle Modelle gleich berechtigen - das würde durch die Betreungsprämie geschehen.
Wieder zeigt sich das intolerante Gesicht der Linken, welche nicht akzeptieren will, dass es Mütter gibt, die sich vorrangig der Erziehung ihrer Kinder widmen möchten. Hausfrauen werden abgewertet und verachtet, nur wer außerhalb des eigenen Haushalts arbeitet zählt was. Muss man sich über eine erhöhte Jugendkriminalität wirklich wundern? Die langfristige Vision heißt wohl “Vom Kreisssaal direkt ins Erziehungsheim - die Produktion neuer Genossen”.

Zum Streit ob die Beteruungsprämie in der großen Koalition ausgemacht war, muss man nur in den Koalitionsvertrag schauen und liest dort:

Ab 2013 soll für diejenigen Eltern, die ihre Kinder von ein bis drei Jahren nicht in Einrichtungen betreuen lassen wollen oder können, eine monatliche Zahlung (zum Beispiel Betreuungsgeld) eingeführt werden.

Da muss es doch eigentlich nur noch eine Diskussion über die Höhe geben.

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