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G8-Gipfel in Heiligendamm umzäunt - so what?

May 7th, 2007 at 18:42 by Martin Hiegl

Ralf mokiert sich über einen Zaun, der um den Tagungsortes des G8-Gipfeltreffen in Heiligendamm gezogen wird und fasst es folgendermaßen zusammen:

Schöner kann man das »ihr potenziell Bösen da unten, wir Guten hier oben« nicht symbolisieren. Wer sich freiwillig umzäunt, hat böse Absichten oder ein schlechtes Gewissen.

Ich glaube nicht, dass er wirklich so naiv ist, sondern halte den Artikel eher für allgemeine Provokation. Erfahrungsgemäß wird bei solchen Veranstaltungen eben nicht nur friedlich demonstriert, was ja absolut in Ordnung wäre, sondern es kommt zu gewaltsamen Ausschreitungen. Darf ich an dieser Stelle vielleicht an Genua 2001 erinnern? Ich fänd es falsch, jegliche Proteste wie letzten Jahr in St. Peterburg zu unterdrücken - das ist zum Glück in Deutschland dank der demokratischen Gesetze auch so nicht möglich. Aber ich halte es für richtig und wichtig, die Teilnehmer des Gipfels zu schützen und keines Risikos auszusetzen. Um es selbst in einem Satz zusammenzufassen: der Zaun spricht meines Erachtens eher gegen die Erfahrungen mit den Demonstranten als gegen die Staats- und Regierungsschef, welche sich innerhalb des Zaunes treffen. Wäre es nicht schön, wenn sie des Zaunes nicht bedürften?
Was der Zaun und der Gipfel mit Repression zu tun haben soll und warum es überhaupt Proteste gegen einen solchen Gipfel an sich gibt, kann ich nicht ganz verstehen. Er gibt doch auch den Demonstranten die Möglichkeit sich medienwirksam für ihre Positionen zu präsentieren. Zur Information ist auf jeden Fall die Seite der Bundesregierung zum Gipfel empfehlenswert, auch wenn sie von Ralf einseitig als Propaganda geschumpfen wird. Zum Glück gibt es neben den radikalen Gegnern auch NGOs die sich konstruktiv beteiligen und auch die Realität vor Augen haben, anstatt blind schreiend durch die Gegend zu rennen (ganz am Ende - 8:50 Minuten).
via wirres.net

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