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Martin Hiegl en Blog

BND macht seinen Job

Das Geschrei darüber, dass der BND die afghanische Regierung und in diesem Zuge auch die Korrespondenz mit einer deutschen Journalistin überwacht hat, ist groß. Aber vielleicht sollte man kurz innehalten und sich vergegenwärtigen, was die Aufgabe des deutschen Ausland-Nachrichtendienstes ist. Wenn ich das richtig verstehe, ist das auch nur deshalb an die Öffentlichkeit gelangt, weil der BND sich bei der Journalistin entschuldigt hat, was in meinen Augen ein Fehler war.
Es mag sein, dass der BND die Emails der Journalistin sofort aus der eigenen Datenhaltung hätte löschen müssen, wovon ich allerdings auch nicht überzeugt bin, aber das bei der Überwachung von ausländischen Ministern so etwas passieren kann, ist doch klar. Die Journalistin war ja nicht das Ziel, sondern hat halt zur falschen Zeit eine Email an die falsche Person verschickt - bad luck.
Falls jetzt noch jemand meint, dass der BND die Afghanen ja gar nicht überwachen sollte, so muss ich auch da widersprechen. Es gibt gute Gründe die afghanische Regierung zu überwachen, nicht zuletzt wegen unseren Soldaten die dort drüben ihre Pflicht tun und den vielen Millionen die wir jährlich überweisen.

5 Kommentare - Kommentieren

  1. Ja, klar das ist soweit alles logisch. Aber? Moment! Haaalt. Hiergeblieben.

    Unser Ex-Verteidigungsminister und Co-Diktator der SPD, der Herr Struck, hat doch gesagt, das er, also nicht er persönlich, sondern eher wir, also auch nicht wir persönlich, sondern eher unsere Kinder für die es ja sonst keine Arbeitsplätze mehr gibt, dort am Hindukusch die Freiheit von Deutschland und die Freiheit des Drogenhandels, aber nicht zuletzt auch die Freiheit der Regierung des Bürgermeisters von Kabul verteidigen müssen. Puh. Das war jetzt echt kompliziert.

    Also wir verteidigen die Freiheit der afghanischen Regierung in dem wir sie abhören. Das heißt also das Herr Schäuble gar nichts böses will, sondern nur meine Freiheit verteidigt in dem er mich abhört. Gut, das verstehe ich. Ich bin also eine Gefahr für mich selbst. Ja ist klar.

    Die Journalistin war zu falschen Zeit am falschen Platz. Kollateralschaden. Das kapiere ich auch. Vor allem halte ich es für viel besser wenn sie nur abgehört und nicht gleich erschossen wird.

    Nur eins das kapiere ich nicht. Wäre die afghanische Regierung nicht viel sicherer wenn wir sie den Taliban überließen. Natürlich würden die, die erschießen, aber wir brauchten sie ja dann nicht mehr abzuhören, weil sie keine Gefahr mehr bilden.

    Wenn wir sie nicht mehr abhören, haben wir auch keine journalistischen Kollateralschäden. Das ist gut. Hatte der Herr Schäuble nicht mal die einstweilige Erschießung zumindest in Flugzeugen geplant. Da könnten wir doch ein System draus machen.

    Alles was noch drei Sinne beisammen wird einstweilig erschossen oder gehenkt, wobei letzteres billiger ist. Nach 9 Millionen Hinrichtungen hat sich das Arbeitslosenproblem dann auch gelöst.

    Ja Martin Hiegl hat recht.

  2. Ich weiß nicht, wo du in meinem Artikel was bzgl. Erschießungen, Überwachung im Inneren, Schäuble etc. herausliest. Die Überwachung der afghanischen Regierung ist nicht in derem Sinne, sondern in unserem (deutschem).

  3. 3 Peter Hiegl

    Ich weiß nicht was du genau nimmst, Jochen, aber es klingt auf jedenfall nach einem Anwärter für das Betäubungsmittelgesetz.
    Ja, wir verteidigen deutsche Interessen auch am Hindukusch, dass das direkt mit dem Arbeitsplatz eines jeden Einzelnen zusammenhängt ist wohl eine stilistische Übertreibung deinerseits.
    Die Verteidigung der Interessen hat mit dem Abhören nichts zu tun. Es ist normal und richtig für die Nachrichtengewinnung und Aufklärung Politiker, auch von befreundeten Staaten abzuhören und alles andere als schlimm. (Deswegen übrigens auch BundesNACHRICHTENDienst)
    Die Journalistin ist kein Kollateralschaden, weil ja meines Wissens niemandem weh getan wurde.
    Wie du auf das abschießen kommst, ist mir schleierhaft…
    Vielleicht eine schwere Kindheit, aber wie auch immer ging es nie um eine Erschießung in Flugzeugen und auch nie um Hinrichtungen in Deutschland oder anderen Ländern. Allgemein ist nur zu sagen, dass im Sinne der teleologischen Ethik eine Diskusion über den Abschuss von entführten Flugzeugen richtig und wichtig war und ist.

  4. 4 Michael Hoffmann

    Ich versteh grad nur Bahnhof. Kam das mit der journalistin im TV? (dann würd ich verstehen, warum ich nur Bahnhof verstehe, denn ich hab schon ewig lang kein TV mehr geschaut, weil ich gar nicht die Zeit dazu habe) Eigentlich ists doch normal, dass die Regierungen sich gegenseitig überwachen, warum sollte Afghanistan da ne Ausnahme sein, zumal die erklärung, dass sich unsere Soldaten da aufhalten und demnach ihre Sicherheit ja in irgendeinem Sinne auch gewährleitet sein sollte, schon sehr plausibel ist.

  5. 5 Besim

    Hüstel… sehr seltsame Argumentationen, die du da bringst.

    Zum einen berechtigt das Überweisen von Geldern an einen Staat schon mal gar nicht automatisch auch das Aushorchen einzelner Minister. Oder fändest du es problemlos, wenn andere EU-Staaten die Kommunikation deutscher Minister aushorchen dürften, nur weil Deutschland eine Menge EU-Fördergelder einsackt? Man kann halten, was man halten möchte, aber wenn man einen Staat als souverän anerkennt, sollte man auch gewisse Gepflogenheiten beachten.

    Dazu kommt in diesem Fall, dass das Mithorchen der Kommunikation des Ministers ja nicht gerade ein Einzelfall war, wenn man den Berichten Glauben schenken darf, sondern eine durchaus längere Zeit gingen. Und dazu kommt auch, dass die Kommunikation zwischen dem besagten Minister und der SPIEGEL-Redakteuren als solches wohl auch klar ersichtlich waren, schon zumindest allein durch die E-Mail-Adresse der Redakteurin.

    Allesamt ist es eine sehr ungesunde Mischung, die der BND da mal wieder fabriziert, im Namen des so genannten Kampfes gegen den Terror. Gegen solche Fehlleitungen gewisser Behörden ist die Losung, einfach alles gutzuheißen, die denkbar schlechteste Reaktion, außer, du würdest mehr Fakten kennen, als die Allgemeinheit und das gesamte “Big Picture” überblicken, von denen einige Durchgeknallte in Schlapphüten glauben, es zu haben.

    Ich halte es nach wie vor für eine äußerst krude Argumentation, den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr als eine Maßnahme zu deckeln, die dem Schutze der Bundesrepublik dienen solle. Viele anderen Länder auf dieser Welt beteiligen sich nicht an den “Anti-Terror-Kämpfen” und niemand greift sie an.

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