Kinofilm: Jumper
Gestern abend war ich in Jumper und ungewöhnlicherweise lief diese Film nur im Cinemaxx in Stuttgart.Das ist aus meiner Sicht nicht zuletzt deshalb schade, weil das Cinemaxx es immernoch nicht geschafft hat auf digitale Projektoren umzustellen. Der Film war zwar kurz aber äußerst unterhaltsam. Er hätte auch gut als Pilot einer Serie funktioniert, um ehrlich zu sein, hoffe ich, dass sie daraus eine Serie machen.
Die Story ist recht einfach aufgebaut: da gibt es zum einen die “Helden”, sie so genannten Jumper, welche sich an alle Orte, welche sie gesehen haben (zum beispiel auf Bildern) teleportieren können. Der Effekt dabei wurde wohl beim Nightcrawler in X-Men II abgeschaut. Wie es sein muss gibt es zu allen Helden auch eine Nemesis: die Paladine, welche seit Jahhunderten aus religiösem Eifer die Jumper jagen. Auf den ersten Blick erscheint das ziemlich zweidimensional und flach, aber man muss dazusagen, dass diese Teilung in Jumper und Paladine keine Teilung in Gut und Böse ist.
Die im Film vorgestellten Jumper nahmen sich quasi was sie wollten, raubten Banken aus, klauten Autos und nahmen auch keine Rücksicht auf Unbeteiligte. In einer Szene sieht der “Held” im Fernsehen eine Flutkatastrophe, und der Nachrichtensprecher meint, dass nur ein Wunder die Menschen auf den Dächern noch retten könnte und er dreht sich einfach um und geht zum Kühlschrank.
Die Paladine gingen allerdings nicht wirklich anders vor, so dass man eher von einem Kamf zwischen sympathischen Bösen und unsympathischen Bösen sprechen kann. Wenn ich jetzt erklären würde, warum auch diese Sicht nicht besteht, würde ich allerdings zuviel vom Inhalt verraten.
Die Fähigkeit zu teleporieren “jumpen” ist eine kreative Idee, welche durch die moderne FilmComputertechnik sich einfach umsetzen lässt. So spielt der Film auf der ganzen Welt und man sieht den Hauptcharakter die eine Minute auf der Sphinx und die andere in Tokio ohne, dass es einem seltsam vorkommt.
Die gemischte Starbesetzung mit den jungen Hayden Christensen, Jamie Bell und dem erfahrenen Samuel L. Jackson half dem Film ungemein. Dennoch meine ich, dass er weder als Antipol zu den üblichen Superheldenfilmen noch als alleinstehender Kinofilm überzeugen kann. Unterhaltsam: ja, must-see: nein.

2 Kommentare - Kommentieren
1 Marius
Ich bin noch etwas am zweifeln, ob ich mir den Film anschauen soll. Habe mir jetzt einige Kritiken online durchgelesen und die Meinungen gehen von “totaler Schmarn” bis “Das beste was ich seit langem gesehen habe” Die Trailer fand ich ja eigentlich recht spannend, aber eventuell schau i mir nächste Woche doch lieber Juno an, da denke ich ist mein Geld besser aufgehoben.
30.03.2008, 22:48 Uhr
2 Martin Hiegl
Juno ist natürlich etwas ganz anderes und nicht wirklich vergleichbar, lohnt sich aber in jedem Fall. Einer der besten Filme, die ich so in der letzten Zeit gesehen habe. Empfehle aber ihn im O-Ton anzuschaun - lohnt sich wegen dem Slang.
Unterhalten wird man von Jumper in jedem Fall und viel mitdenken muss man da auch nicht - von dem her lohnt es sicher für einen entspannten Kinoabend sicher au.
30.03.2008, 22:55 Uhr
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