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Martin Hiegl en Blog

Wissenschaftler sind auch nur Menschen

In der deutschen Wikipedia gibt es einen eigenen Eintrag zu Betrug und Fälschung in der Wissenschaft. Dieser Beitrag zeigt natürlich auch nur eine wohl kleine Auswahl der aufgedeckten Manipulationen in der Wissenschaft. Doch beginnen wir von vorne: in der Wissenschaft ging es früher vor allem um Renommee, doch inzwischen geht es dabei auch um sehr viel Geld. Geld, das nicht nur in die eigene Tasche von Wissenschaftlern geht, sondern welches auch für die Fortführung von Forschungen benötigt wird. Sowohl beim Geld als auch beim Ansehen stehen die Wissenschaftler im Wettbewerb mit anderen Wissenschaftlern. Wo Wettbewerb herrscht, das ist bekannt, da werden auch unlautere Mittel eingesetzt um die Oberhand zu bekommen. Das ist traurigerweise Teil des menschlichen Wesens und beginnt schon beim Burgen bauen im Kindergartensandkasten und setzt sich während dem ganzen Lebenslauf fort. Besonders eindrucksvoll wird es immer wieder im Sport aufgedeckt - das beliebteste Werkzeug dort ist Doping. Menschen, die weiter im selben Wettbewerb stehen, geben sich zum einen entrüstet und betonen zum anderen häufig den Einzelfallcharakter der Vorfälle. Doch längst ist bekannt, dass man Dopingsystem als neues Synonym für Profi- und Leistungssport verwenden könnte.
Zurück zur Wissenschaft: in den letzten Jahren wurde unser tiefe Glauben in die Unfehlbarkeit der Wissenschaft immer häufiger und immer stärker erschüttert. Der bekannteste Namen in diesem Zusammenhang ist zweifellos Hwang Woo-suk, einem koreanischen Stammzellenforscher. Doch auch in Deutschland bleiben Namen wie Friedhelm Herrmann, ein Krebsforscher, im Gedächtnis. Die Dunkelziffer in der Wissenschaft ist wahrscheinlich ungleich größer, da es kein mit den Dopingkontrollen vergleichbares Sicherheitssystem gibt. In Nature wurde vor gut zwei Jahren eine Studie veröffentlicht, welche als Kernergebnis hatte, dass ein Drittel der Forscher manipuliert. Ich halte dieses Ergebnis für plausibel, wenn nicht gar konservativ - wieder muss man gewahr sein, dass es um viel Ansehen und viel Geld geht.
Dieser Artikel soll verdeutlichen, dass die arrogante Haltung vieler Akademiker gegenüber Veröffentlichungen im Internet geradezu bigott ist. Im Internet finden sich genauso wissenschaftliche Perlen, wie sich in den “anerkannten” Publikationen Müll findet. Langfristig wird die akademische Gesellschaft sich darauf einstellen müssen, dass sie ihr wissenschaftliche Publikations- und Meinungsbildungsmonopol verlieren und ihre künstlich gebildeten Barrieren, welche ebenso wie im Sport ein korruptes System verbergen, durch das Internet geschleift werden.

7 Kommentare - Kommentieren

  1. 1 Peter Hiegl

    “”US-Wissenschaftler zeigen Verhaltensweisen, die weit über Fälschungen, Erfindungen und Plagiate hinausgehen”, schreiben Martinson und seine Kollegen.” (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,359630,00.html, entnommen am 20.11.2007) Wenn du schon meinst irgendwen mit irgendwas zitieren zu müssen, dann mach es richtig und schreib in deine Überschrift bitte: US-Wissenschaftler sind auch nur Menschen. Alles andere wäre von dir genau das, was du so scheiße an denen findest. Unterschlagung von Daten, weil sie nicht so in deinen Artikel passen =)

  2. Oh, die deutschen Wissenschaftler sind ja gaaanz anders. *lautlach* Ich behaupte, dass diese Studie unter US-Wissenschaftlern repräsentativ für die gesamte Wissenschaftswelt ist.

  3. 3 Peter Hiegl

    Nette Behauptung, aber irgendwie völlig aus der Luft gegriffen…

  4. Nennt man gesunden Menschenverstand, solltest du auch mal probieren.

  5. 5 Peter Hiegl

    Persönlich angreifen, wenn man keine vernünftigen rationale Argumente hat… auch nicht besser als ne haltlose Behauptung.

  6. Peter, das war kein persönlicher Angriff, sondern das Selbe, was ich auch schon in der anderen Diskussion gesagt habe - du erinnerst dich “Luft” war da das Stichwort. Und manchmal sollte man einfach das ganze pseudowissenschaftliche Getue sein lassen und auf seinen gesunden Menschenverstand hören - dieser gehört mit zu dem Rationalsten, was der Mensch zu bieten hat. Wie gesagt: solltest du auch mal probieren. Und ich bin sicher du wirst zum gleichen Schluß kommen wie ich: nämlich, dass das Ergebnis der Studie keine Problem der Amis ist, sondern ein Problem auf der ganzen Welt (vergleichbar zum Doping).

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