Aggregierte und Bisektionsbandbreite

28.10.2009

Eine der wichtigeren Fragen bei Clustern ist die aggregierte und Bisketionsbandbreite (ABW und BBW) des Netzwerks. Das kann je nach Netzwerkarchitektur eine mehr oder weniger komplexe Rechnung sein.

Bei einem Ring – und das benutzt wirklich niemand – ist es am einfachsten: man hat n Verbindungen insgesamt und wenn man den Ring teilt, dann werden die zwei Hälften mit nur 2 Verbindungen gekoppelt.

Bei einem großen Switch in der Mitte hat man ebenso n Verbindungen in Summe, da alle  Knoten mit dem Switch verbunden sind. Allerdings sind es hier dann schon n/2 Verbindungen für die BBW da durch die Teilung die Hälfte der Verbindungen übrig bleibt – immernoch recht einfach.

Wenn man aber alle Knoten punkt-zu-punkt verbunden sind, man also einen vollständigen Graphen baut, dann wird es komplizierter. Für einen vollständigen Graphen gehen n-1 Verbindungen von einem Knoten aus und da alle miteinander verbunden sind, muss man nur die Hälfte zählen um sie alle zu haben: n(n-1)/2 Verbindungen. Für die Bisektionsbandbreite reicht es nicht dies einfach zu halbieren – zwar darf man wieder nur von der Hälfte der Knoten ausgehen - n/2 – allerdings werden dann nur die Verbindungen zur anderen Hälfte gezählt. Damit bekommt man n²/4 Verbindungen zwischen den Hälften.

Noch komplizierter wird es wenn Bäume gebaut werden, weil die Switches nur eine begrenze Anzahl an Ports zu Verfügung stellen oder wenn sogar “blocking factors” mit eng vernetzten Inseln  eingeführt werden

Ok, der letzte Schritt ist dann wieder einfach – Anzahl der Links pro Verbindung zählen, wenn die Kommunikation bidirektional ist verdoppeln und dann mit der Bandbreite multiplizieren -  simsalabim das ist die ABW und/oder BBW.

Eine englische Version des Posts gibt es im BlueBlog.

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