Klosterleben als Ablenkung?

January 6, 2008 13:08 pm · 0 comments

SpOn hat einen Artikel veröffentlicht, in welchem der Autor über seinen kurzen Aufenthalt in der Erzabtei Beuron schreibt. Ich habe einen Onkel, welcher Pater in diesem Kloster ist, und war so schon selbst häufiger unten. Der Autor verließ das Kloster ohne Erleuchtung und genau so verlasse ich auch seinen Artikel. Es drängt sich die Frage auf “Ja und?”. Da scheint jemand, der nicht an Gott glaubt, aber vielmehr auch gar nicht daran interessiert ist, überrascht zu sein, dass er nicht mit einem Donnerschlag und Blitzen bekehrt wurde. Tja, so funktioniert das nicht – bei keiner Religion. Nur wer wirklich Erleuchtung sucht, hat überhaupt die Chance sie zu finden. Ein Abschnitt wie der folgende

Ablenkung gibt es in den monumentalen Räumen und Hallen kaum. Die Mehrzahl der Mönche ist wenig gesprächig. Die Zellen sind mit Bett, Tisch, Stuhl und Schrank einfachst eingerichtet. Eigene Toilette, eigenes Bad? Fehlanzeige. Zu essen gibt es Hausmannskost, getrunken wird Apfelsaft oder Wasser. Am Sonntag gibt es Bier, für jeden genau eine Flasche.

macht die Suche nach “Erleuchtung” seinerseits unglaubwürdig. Er war wohl eher auf der Suche nach Ablenkung von seiner Krankheit – die hätte er da eher in Las Vegas gefunden.

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