Immer weniger traditionelle Familien
SpOn zitiert das Statistische Bundesamt mit ihrem neuesten Mikrozensus, der die Umwandlung der Gesellschaftsstruktur erneut verdeutlicht. Mit traditioneller Familie werden verheiratete Eltern mit mindestens einem Kind bezeichnet. Dies scheint ein Auslaufmodell zu sein. Über das warum und wieso will ich gar nicht diskutieren. Mich interessieren eher die Folgen und dementsprechend warum man diese Entwicklung fördern sollte oder gegensteuern. Familien mit nicht verheirateten Eltern unterscheiden sich sicherlich nicht so stark von den traditionellen, als dass man dort irgendwelche Folgen beobachten könnte. Schwieriger für die Kinder halte ich vor allem, wenn sie allein erzogen werden. Das ist aber eine Entwicklung, die auch bei negativen Folgen für die Kinder, gesetzlich nicht gestoppt werden kann, da es sich zumindest bei Trennungsfällen um eine persönliche Entscheidung der Eltern handelt, welche der Staat respektieren muss. Aus diesem Grund halte ich weitere Debatten darüber, wie man die Entwicklung stoppen kann für relativ zwecklos. Wie seht ihr das?
Ich hab mal gehört, dass in Frankreich die durchschnittliche Frau Mitte 20 schon mindestens einmal geschieden ist. Von daher sind wir in Deutschland noch nicht so schlimm dran.
Das größere Problem bei dieser Entwicklung betrifft die Erziehung der Kinder. Im Gegensatz zu anderen Ländern findet in Deutschland die Erziehung immernoch hauptsächlich in der Familie statt. Das hängt mit den schlechten Erfahrungen, was die staatlich kontrollierte Erziehung im Drittenreich angeht und natürlich mit historischen christlich konservativen Entwicklung in Deutschland zusammen. Und da könnte es natürlich früher oder später zu Problemen kommen, wenn eine staatliche Erziehung (die in Frankreich vorhanden ist) fehlt.
Das andere Problem ist dabei auch der Rücklauf der Geburtenrate, die halt damit zusammenhängt, dass es für eine alleinerziehende Person um einigers schwieriger in Deutschland ist auch einen vernünftigen Job zu bekommen und die “Familie” zu ernähren.
Im Enddefekt müsste man nicht die Entwicklung des Familienbildwandels stoppen, sondern die negativen Auswirkungen dieses Wandels durch mehr Horts, Tagsschulen (in denen auch erzogen wird) usw. bremsen.
Soweit einverstanden, aber man darf auch nicht vergessen, dass wir damit auf eine Gesellschaft der Gebärmaschinen zusteuern. Vater (oder Doktor ^^) zeugt, Mutter gebiert, Staat erzieht. Familie spielt keine Rolle mehr.
Ich bin noch so gestrickt, dass Familie für mich (mit) das Wichtigste ist.
Ach weißt du, rein technisch gesehen brauchen die Frauen uns Männer gar nicht mehr um Kinder zu bekommen. (Versuche mit Mäusen, bei denen künstlich durch blazeugkeineahnungvongentechnik-Sperma erzeugt wurde ohne eine männliche Maus auch nur in das Labor zu lassen haben funktioniert)
Du musst dir auf lange Sicht halt neue Familien vorstellen. Was dir als Konzernsklave nicht schwer fallen sollte: Ich sag nur ShadowRun