Anfang des Monats wurden die Preise für das ab Ende Oktober (wieder der 25.?) erhältliche MS Office 2011 für Mac bekannt. Für eine Home Edition mit 3 Lizenzen soll man 139 Euro blechen. Wenn man allerdings jetzt noch eine MS Office 2008 für Mac Version kauft kann man fast ein drittel sparen – 89,90 Euro verlangt Amazon dafür im Moment. Das Upgrade auf 2011 ist dabei inklusive. Wenn ihr also jetzt schon wisst, dass ihr euch MS office 2011 für Mac wegen so netten Features wie der Macro-Unterstützung zulegen werdet – tut es JETZT.
Nächte in den USA: 27
Gefahrene Strecke: 5.297 mi / 8.525 km
Befahrene Fläche: 1.594 ha
Getankte Gallonen: ca 230,314 (w/o Startfüllung)
Durchschnittlicher Gallonen-Preis: 2.84 USD
Besuchte Nationalparks: 15 (Rocky Mountain NP, Dinosaur Nat’l Mon, Fossil Butte Nat’l Mon, Grand Teton NP, Yellowstone NP, Glacier NP, Bighorn Nat’l Recr. Area, Devil’s TowerNat’l Mon, Badlands NP, Mount Rushmore Nat’l Mem, Jewel Cave Nat’l Mon, Wind Cave NP, Colorado Nat’l Mon, Black Canyon of the Gunnison NP, Great Sand Dunes NP)
Geschossene Bilder: 4.667 (2390 Martin, 2297 Jule)
Wie ihr richtig nicht erraten habt, wollten wir es heute im WaterWorld Wasserpark noch mal richtig krachen lassen. Das ist eine Art Vergnügungsfreibad mit keinem einzigen normalen Becken, aber Wellenbecken und etlichen Rutschen mit und ohne Schwimmreif/-form. Wir sind gleich morgens kurz nach Eröffnung rein. Eine freundliche Amerikanerin vor uns hatte zwei 6$ Discountzettel übrig und hat die uns überlassen. Das gesparte Geld haben wir gleich wieder in ein RFID-Schließfach für den Tag investiert. Wie cool ist das denn?
Man hätte sich auch einen Schwimmreif mieten können und dann bei den entsprechenden Rutschen nicht anstehen müssen, aber morgens waren die Schlangen noch relativ kurz. Bei drei Rutschen konnten wir auch zusammen im Reif/auf einer Matte runter. Am Besten waren aber drei extrem steile, klassische Wasserrutschen. Das fühlte sich an wie im freien Fall. Nach dem Mittagessen sind wir in den Lazy River – da konnte man sich gemütlich im Wasserreifen treiben lassen. Allerdings hatte auch die Sonne dort einen guten Zugriff auf mich und so hab ich mir jetzt am vorletzten Tag auch noch Sonnenbrand geholt.
Nach knapp 5 Stunden Wasserspaß war es dann genug. Mein Armbändchen für das Schließfach hab ich weitergegeben – muss die ja nicht doppelt verdienen lassen. Da wir wie gestern geschrieben ein anderes Hotel für heute suchen mussten, sind wir in ein Best Western weiter. Von hier kommen wir morgen gut – mit möglichen Zwischenstopps – an den Flughafen.
Meile für Meile zurück nach Denver wird das nahende Ende des Urlaubs für uns realer. Zwischen Colorado Springs und Denver liegt aber noch Castle Rock, das euch aufmerksamen Lesern sicher noch von Tag 2 in Erinnerung ist – genau das Outlet-Dorf.
Allerdings waren wir zu früh da und hatten so eine dreiviertel Stunde Zeit zu vertreiben. Also einen Grande Moccha beim Starbucks nebenan geschlürft, mit dem iPad gleichzeitig Artikel von gestern hochgeladen und weiter zum Walmart um die Abreiseinkäufe zu tätigen. Billig und sehr gut ist hier zum Beispiel ein Nicht-Labello von Vaseline. Außerdem muss ich mir ein paar Packungen Milano Kekso Double Chocolate von Pepperidge Farm mitnehmen – lecka! Auch eine Packung Honey&Oat Müsliriegel haben ihren Weg in den Einkaufswagen gefunden. Auf jeden Fall war die dreiviertel Stunde schnell um.
Eigentlich hatten wir gar nicht so viele Ziele dort. Bei Timberland wollte Jule sich ein paar Schläpple holen und mich überreden auch welche mitzunehmen. Nachdem ich beim ersten Schläppletyp nach 10 gefragt hatte und er abwinken musste, wollte der Verkäufer mich zu einem der anderen überreden. Plötzlich meinte er “Nevermind” und ich konnte mich gar nicht mehr beklagen, dass mir die anderen nocht gefallen. Alle 10 ausverkauft. Wie schade
In Denver hatten wir vor uns mit IBM-Rate (es hat sehr viele Vorteile IBMer zu sein) für die nächsten zwei Nächte wieder im Crowne Plaza einzuquartieren. Leider konnten die uns nur die heutige Nacht anbieten, weil sie für morgen völlig ausgebucht sind. Dafür ist diese Nacht im Herzen Denvers spottbillig.
Für morgen haben wir nochmal Spaß and Action eingeplant. Deshalb wollten wir den heutigen, ruhigeren Tag nicht nur zum ausspannen, sondern auch zum packen nutzen. Wir hatten uns ja bereits auf der Fahrt nach Süden eine weitere Tasche gekauft und diese sowie Jules Hartschalenkoffer dann auch schon gepackt. Heute blieben also die anderen zwei Koffer. Wir haben fast zwei Stunden gebraucht die ganzen davor im Auto in Tüten und Papiertaschen verstauten Dinge, Schuhe, Kleider etc. zu packen. Aber jetzt brauchen wir auch nur noch die Badesachen (wer jetzt errät was wir morgen machen/besuchen kriegt 99 Punkte) schnell greifbar und sind ansonsten rückreisefähig (nicht -willig).
Die einzelne Nacht im CP bedeutet aber auch, dass wir morgen Nacht nicht mehr Downtown sein werden und so haben wir unser Abschlussdinner auf heute vorverlegt. Vor knapp vier Wochen hat es mit Hard Rock Cafe begonnen, also lassen wir es auch damit wieder ausklingen. Dort konnte ich auch meinen Satz von vor 4 Tagen wahr machen – es gab nochmal gehacktes Bison im Weckle
Folgt dem Bild zum vollen Set auf Flickr mit noch mehr Büffelbildern. Irgendwie schaff ich es grad nicht das ganze Set als Slideshow einzubinden.
Gestern meinte ich ja schon wir wären in der Wüste. Heute sollte das alles noch mit “richtiger” Sandwüste getoppt werden. Der Grand Sand Dunes NP kommt einem vor, als ob die Amis sich einen Teil der Sahara gemopst und ihn hier im Süden Colorados an einer Bergkette wieder eingepflanzt hätten. Plötzlich sind da riesige Sandflächen und -dünen.
Plötzlich ist das falsche Wort. Die Ebene davor ist so groß und eben, dass wir die Sanddünen schon sahen, als das Navi noch 100km zu fahren angab.
Theoretisch trennt ein Fluß den Parkplatz am Fuße der Dünen vom Sand. Dieser muss zu manchen Jahreszeiten eine wunderbare Möglichkeit zum Baden und Schwimmen mit Sandstrand bieten, aber aktuell ist es mehr ein Rinnsal, durch welches man fast trockenen Fußes durchgehen kann. Zudem war er extrem dunkel und hat gestunken – unsere Vermutung ist, dass Asche mitschwamm.
Die höchste Düne mit über 200m oder so ist zum Glück nicht mitten drin, sondern relativ nah am Parkplatz. Relativ ist ein relativ relativierendes Wort. Nur wenige von den für mich überraschend doch sehr vielen Besuchern haben auch nur versucht sie zu besteigen. Ich gehörte zu den Dummen. Kurz unter dem Gipfel habe ich dann mit brennenden Waden aufgegeben. Der Anstieg war zu steil für mich. Im Sand macht man 30 cm gut mit einem Schritt und rutscht dann wieder 20cm ab. Trotzdem war ich erstaunt und stolz wie weit ich gekommen bin, als ich dann wieder unten einen Blick hinter mich warf.
Mit diesem NP haben wir den südlichen Wurmfortsatz unseres Roadtrips ebenfalls abgeschlossen. Prinzipiell hätten wir bis Denver nun durchfahren können, aber wir haben uns für einen Zwischenstopp 70 Meilen davor in Colorado Springs entschieden. Das Super 8 ist zwar enorm günstig, bietet aber wieder kein Wifi. Nach dem Check-In sind wir dann nochmal los und zuerst für einen kleinen Spaziergang in die Downtown gefahren. Etwas weiter hatte Jule auf der Fahrt ein Kino entdeckt und so haben wir zuerst bei Chili’s Abend gegessen (lecker! mit Cheesecake und Brownie Sundae zum Desert) und sind dann noch in The Sorcerer’s Apprentice. Monica Bellucci ist inzwischen eigentlich zu alt um die junge, hübsche Geliebte zu spielen …
Eigentlich wollten wir das Colorado NM von Norden nach Süden durchfahren, aber irgendwie sind wir plötzlich im Süden dringestanden. Das hat sich in doppelter Hinsicht als Segen erwiesen. Wir wollten mehrere Kurzwanderungen unternehmen und die uns wichtigste ist im Süden zu Devil’s kitchen. Nun konnten wir die gleich am Anfang und damit relativ früh machen. Trotzdem brannte die Colorado’sche Sonne schon so gnadenlos auf uns runter, dass wir von weiteren Wanderungen absahen. Bei der Weiterfahrt hatten wir nun auch den Vorteil, dass der Canyon immer zu unserer Rechten also direkt dran war.
Im NM findet man einige ungewöhnliche Erosionsscheinungen. Da fast alles Sandstein ist, konnten die Kräfte sehr kreativ werden. Ansonsten ist hier quasi Wüste … Nichts als ein paar Gräser und Dornenbüsche.
Auch bei unserem nächsten Tagesordnungspunkt, dem Black Canyon of the Gunnison NP, ließ uns die Sonne nicht in Ruhe. Der Canyon wurde eigentlich auch deshalb so benannt, weil kaum Licht bis in den Grund kommt. Die Aussichtspunkte sind aber logischerweise am oberen Rand. Das Ungewöhnliche hier ist die Kombination aus Enge, Tiefe und Länge. Dazu kommt der dunkle, vulkanische Stein durchzogen mit Mineralstreifen. Es ist unglaublich und wunderschön wie vielfältig die Welt doch ist.
Belohnt für die Anstrengungen in der Hitze wurde Jule mit einem kräftigen Sonnenbrand. Mir wurde allerdings verboten es als tomatig zu bezeichnen … eher radiesschenig. Ich bin inzwischen mehrtönig. Mein linker Arm ist sozusagen meine Schokoladenseite. Irgendwie sind wir meistens so gefahren, dass die Sonne bei mir rein schien.
Für die Nacht sind wir dann weiter nach Salida gefahren und haben dabei zum letzten Mal für diesen Urlaub die Continental Divide überquert. Zum ersten Mal auf der anderen Seite wollten wir chinesisch essen gehen und tatsächlich gibt es hier im Nirgendwo von Colorado ein einziges Chinarestaurant. Das Essen war recht gut, allerdings war ich nicht darauf vorbereitet, dass Ente hier einem wie ein halber Gickler serviert wird. Trotzdem lecker der Vogel. Zum Abschluss der Spruch aus dem Glückskeks:
Make decisions from the heart and use your head to make it work out.
Wikileaks veröffentlichte heute (und vorab an den Spiegel, die NYT und den Guardian) tausende geheime Dokumente der US Armee mit Bezug auf den bewaffneten Konflikt/Krieg in Afghanistan. So eine Veröffentlichung von Informationen, die von Regierungen oder Firmen geheim gehalten werden sollen, kann meiner Meinung nach immer nur im Kontext und dem Inhalt nach beurteilt werden.
Der Kontext hier ist recht simpel – bewaffneter Konflikt, geheime Informationen eine Partei. Den Inhalt kann ich nicht bewerten. Sollte dieser aber Informationen enthalten, welche die ISAF und Verbündete gefährdet und den Taliban einen Vorteil verschafft, so ist die Veröffentlichung zu verurteilen. Ich gehe einen Schritt weiter: in diesem Fall hätte Wikileaks Initkative in diesem Konflikt ergriffen und wäre somit beteiligte Partei. Die Amerikaner haben Verrat sogar in ihrer Verfassung definiert – sollten hier Amerikaner beteiligt gewesen sein, so fällt das für mich ziemlich eindeutig darunter.
Ich hoffe, dass sich meine Befürchtungen als falsch erweisen und die Dokumente sicherlich trotzdem interessant aber nicht hilfreich für die Taliban sind. Dadurch wäre höchstens eine politische Brisanz mit ihnen verbunden und sie würden unsere Soldatinnen und Soldaten nicht gefährden.
Trotz der langen Fahrt gestern blieben für heute noch 5-6 Stunden Fahrt bis zu unserem Ziel Grand Junction. Die Nacht war eher unruhig, da es zu einem extrem heiß war und dieses Hotelgebiet wieder in Güterbahnhofsnähe lag. Prompt hat uns ein besonders lauter Zug auch um 7 heute morgen dann geweckt. Als wir Cheyenne verließen sahen wir auch warum das Super 8 uns über den Tisch ziehen wollte – in der Stadt ist im Moment das größte Rodeo der Welt mit Rummel und allem. Hätten wir das davor gewusst, hätten wir einen Tag eingeplant, aber so mussten wir weiter um nicht nächste Woche in Schwierigkeiten zu kommen.
Als Zwischenstopp hatten wir uns das Colorado Mills Einkaufszentrum ausgesucht – das ist sowas wie das Breuninger Land in etwa mit lauter “kleinen” Shops und einigen Factory Outlets dabei. Uns hat aber nichts besonders gereizt und so haben wir nur eine billige Tasche/Sack um unser Mehrgepäck unterzubringen und Cinnamon-Rolls bei Cinnabon (Lecker!) gekauft. Gegenüber war noch ein Barnes & Nobles, wo ich meine Buffy-Comic-Sammlung mit den neueren Sammelbüchle wieder vervollständigen konnte.
Der Rest war Fahrt … und so entspannt das normalerweise hier ist, so anstrengend wurde es bei der Überquerung der Rockies. Ich wiederhole mich: Amerikaner können nicht Autofahren. Dabei eine weitere Beobachtung: während in Deutschland in der Regel der Mann hinterm Steuer sitzt, fahren hier extrem häufig die Frauen. Einen Kausalität oder Korrelation der beiden Beobachtungen, lass ich mal dahingestellt.
Nach den Rockies ist man plötzlich in einer anderen Welt. Die Gegend ist eher Utah-mäßig, wie wir es vom letzten USA-Trip her kennen. Besonders beeindruckend war die Fahrt durch den Glenarm-Canyon, wo uns die ganzen Amis, die wir wegen ihrer Bremserei davor überholt hatten, wieder überholten, da sie die deutlich verringerten Geschwindigkeitsvorgaben einfach ignorierten.
Heute Nacht bleiben wir im lokalen Super 8, welches den bisher günstigen Preis verlangt. Jule freut sich schon darauf endlich wieder in ein Denny’s zu gehen, der hier gleich um die Ecke ist.











